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Aktuell Asien

Tourismus bricht nach Vergewaltigungsfällen ein

Die mörderische Gruppenvergewaltigung einer Studentin in Indien im Dezember wirkt sich auf den Tourismus in dem Land aus. Die Zahlen gingen um 25 Prozent zurück, bei weiblichen Touristen sogar um 35 Prozent.

Wie es in einem Bericht der Vereinigten Kammern von Handel und Industrie (ASSOCHAM) heißt, sind eindeutig Sicherheitsbedenken der Grund für den Rückgang. Die Statistik beziehe sich auf die vergangenen drei Monate. Betroffen sei nicht nur die Hauptstadt Neu Delhi, sondern der gesamte Subkontinent.

Empörung weltweit

Die tödliche Vergewaltigung der 23-jährigen Studentin in einem Bus in der Hauptstadt Neu Delhi hatte in Indien Massenproteste und Empörung ausgelöst, aber auch weltweit für einen Aufschrei des Entsetzens gesorgt. Mitte März machte zudem die Gruppenvergewaltigung einer Schweizer Touristin in Indien Schlagzeilen.

Demonstrationen nach der mörderischen Vergewaltigung in Indien, REUTERS-Foto

Nach der mörderischen Vergewaltigung im Dezember ging eine Welle der Empörung durch Indien

Die Frau hatte mit ihrem Mann in einer abgelegenen Waldgegend im Zentrum des Landes kampiert, als sie von mehreren Männern angegriffen wurde. Medien berichteten zudem über den Fall einer jungen Britin, die eigenen Angaben zufolge aus dem Fenster ihres Hotelzimmers springen musste, um einem sexuellen Angriff in der Stadt Agra zu entkommen.

Ausweichen nach Thailand, Indonesien, Vietnam

Für den Bericht befragte die indische Handelskammer ASSOCHAM 1200 Reiseveranstalter. Knapp 72 Prozent von ihnen berichteten von Stornierungen durch vorrangig weibliche Touristen, vor allem aus Großbritannien, den USA, Kanada und Australien. Statt nach Indien zu reisen, hätten sich Touristen nun für andere asiatische Länder wie Malaysia, Thailand, Indonesien und Vietnam entschieden, heißt es in dem Bericht.

Der Zeitraum November bis März bildet die Hochsaison im indischen Tourismus. Nach Angaben des Tourismusministeriums in Neu Delhi besuchten im vergangenen Jahr rund 6,6 Millionen ausländische Gäste das Land.

haz/pg (ap, afp, dpa)

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