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Sport

Tour rollt trotz Anschlag von Nizza

Unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen wegen den Terroranschlags in Nizza läuft die 13. Etappe der Tour de France. Viele Fahrer sprechen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus.

Nach dem verheerenden

Terroranschlag von Nizza

ist die 13. Etappe der Tour de France am Freitag unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen gestartet worden. Um 10.05 Uhr ging der Ire Sam Bennett vom deutschen Team Bora-Argon 18 als erster Fahrer in das 37,5 km lange Einzelzeitfahren von Bourg-Saint-Andéol zur Caverne du Pont-d'Arc. Allein entlang der Strecke sollen rund 600 Beamte für Sicherheit sorgen.

Aus Respekt vor den mindestens 84 Todesopfern verzichtete die Werbekarawane, die jede Etappe begleitet, auf das sonst übliche lautstarke Einstimmen der Fans an der Strecke. Bei der Siegerehrung ist zudem eine Schweigeminute geplant.

Schon vor dem Start sprachen viele Fahrer den Angehörigen der Opfer von Nizza ihr Beileid aus. "Meine Gedanken sind bei den Betroffenen des schrecklichen Terrorangriffs in Nizza", schrieb etwa der Gesamtführende Christopher Froome bei Twitter. Am Donnerstagabend war ein 31-jähriger Franko-Tunesier kurz nach dem Feuerwerk anlässlich des französischen Nationalfeiertags auf der Strandpromenade von Nizza mit einem LKW in eine Menschenmenge gerast. Er tötete mindestens 84 Menschen und verletzte fast 20 weitere schwer, bevor er von Polizisten erschossen wurde.

Chaotisches Ende

Am Donnerstag war die wegen starker Winde verkürzte

zwölfte Etappe mit dem Schlussanstieg auf den Mont Ventoux

war mit einem in der langen Tour-Geschichte einmaligen Skandal zu Ende gegangen. Froome war anderthalb Kilometer vor dem Ziel von einem in den Zuschauern hängen gebliebenen TV-Motorrad zu Fall gebracht geworden. Weil sein Rad nicht mehr fahrtüchtig war, rannte der Mann in Gelb zu Fuß den Berg hinauf, ehe er endlich ein Ersatzrad bekam. Der Brite verlor viel Zeit, behielt jedoch das Gelbe Trikot nach einem Entscheid der Rennjury.

sn/sw (sid/dpa)

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