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Asien

Tote und Zerstörung im Südsee-Paradies

Nach der Tsunami-Katastrophe in der Südseeregion Samoa wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Mehr als 100 Menschen sind ums Leben gekommen.

Verwüstung und entwurzelte Palmen am Strand der Samoa-Inseln (Foto: AP)

Der Tsunami hinterließ ein Bild der Zerstörung

Auch an diesem Donnerstag (01.10.2009) suchen Polizisten in verwüsteten Straßen und eingestürzten Häusern weiter nach Überlebenden. Militärmaschinen flogen Ärzteteams, Medikamente, Lebensmittel und Wasser auf die Inseln.

Nach dem verheerenden Tsunami zeigt sich auf Samoa ein Bild der Verwüstung. Die Wucht der Wellen hatte am Dienstag an den langen Stränden Samoas Hütten und Ferienanlagen umgerissen. Häuser wurden aus ihren Fundamenten gehoben. "Autos wurden durch die Gegend geschleudert und zerschmettert. Es war ein Meer der Zerstörung", berichtete ein Tourist dem Fernsehsender Sky.

Obama erklärt Amerikanisch-Samoa zum Katastrophengebiet

Straßenbild mit Autos nach der Flutwelle (Foto: AP)

Häuser, Straßen und Autos wurden von der Flutwelle mitgerissen

Die Erde in der Südsee wurde um 6.48 Uhr Ortszeit von einem Beben der Stärke 8,0 erschüttert. Von dem darauf folgenden Tsunami betroffen war neben der ehemaligen deutschen Kolonie West-Samoa auch die Schwesterinsel Amerikanisch-Samoa. Dort wurde vor allem die Hauptstadt Pago Pago getroffen. US-Präsident Barack Obama erklärte die Insel zum Katastrophengebiet.

Nach Behördenangaben hat der Tsunami mindestens 100 Menschen in den Tod gerissen, in Samoa, im benachbarten Amerikanisch-Samoa sowie in Tonga. Angesichts der vielen Vermissten könnte die Opferzahl aber noch steigen.

Zu späte Warnung

Ein Oszeanologe beobachtet am Computer im Tsunami-Frühwarnzentrum die Region (Foto: AP)

Im Tsunami-Frühwarnzentrum auf Hawaii wird die Region beobachtet

Die Nähe des Seebebens ließ den Behörden kaum Zeit, Einwohner und Touristen zu warnen. Schon Minuten nach dem Erdstoß trafen die Flutwellen auf die flachen Inseln, berichtet der Vize-Regierungschef von Samoa, Misa Telefoni. Der Herausgeber der Zeitung "Samoa Observer", Russel Hunter, kritisiert dagegen, es habe trotz eines Frühwarnsystems keine Tsunami-Warnung gegeben: Der Alarm sei erst nach den Flutwellen gekommen.

Auf dem 100 Kilometer östlich gelegenen Amerikanisch-Samoa verlief die Tsunami-Warnung dagegen offenbar erfolgreich. "Polizeiwagen sind durch die Straße patrouilliert und haben die Leute aufgefordert, höher gelegene Gebiete aufzusuchen", berichtete ein Einwohner.

Autorin: Sabine Faber (dpa, afp, AP)
Redaktion: Oliver Samson/Thomas Grimmer

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