1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Amerika

Tote und Verletzte bei Schießerei in Virginia

Es sollte eigentlich nur eine Polizeiübung sein - doch plötzlich wurde daraus tödlicher Ernst. Bei dem Schusswechsel starben der Attentäter und ein Polizist. Der Tatort liegt in einem besonders waffenfreundlichen Staat.

Die Einsatzkräfte probten am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Richmond, Virginia, gerade die Durchsetzung des Drogenverbots an einem Busbahnhof der Greyhound-Überlandbusse, als sie unvermittelt beschossen wurden. Polizeiangaben zufolge eröffnete ein Mann das Feuer auf die Beamten und verletzte einen der Trooper lebensgefährlich. Der 37-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, die Ärzte konnten sein Leben jedoch nicht retten.

Auch der Angreifer wurde bei dem Schusswechsel getroffen und erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Über seine Motive gibt es laut Polizei noch keine Erkenntnisse.

Zwei Frauen, die sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls auf dem Busbahnhof aufhielten, erlitten leichte Verletzungen. Zeugen sprachen gegenüber der Nachrichtenagentur NBC von insgesamt mindestens zehn Schüssen, die sie gehört hätten.

Heimat der Waffenlobby

Die Greyhound-Busgesellschaft hat das von der Polizei weiträumig abgesperrte Terminal bis auf weiteres geschlossen und der Polizei volle Kooperation zugesagt. So werde man den Ermittlern die Aufzeichnungen der Überwachungskameras zur Verfügung stellen, teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite mit.

Die Waffengesetze im US-Bundesstaat Virginia sind vergleichsweise lax und immer wieder kommt es hier zu Amokläufen wie 2007 an der Virginia Tech University. Damals starben 32 Menschen, 29 weitere wurden verletzt.

Außerdem ist Virginia die Heimat der mächtigen National Rifle Association. Die US-Waffenlobby kämpft mit Nachdruck für das Recht der Amerikaner, eine Waffe zu tragen. US-Präsident Barack Obama ist bereits mehrfach mit Versuchen gescheitert, die Waffengesetze in den Vereinigten Staaten zu verschärfen.

mak/chr (dpa, afp)