Tote und Verletzte bei Revolte in US-Gefängnis | Aktuell Amerika | DW | 16.04.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kriminalität im Gefängnis

Tote und Verletzte bei Revolte in US-Gefängnis

Bei der Revolte im Hochsicherheitsgefängnis von Bishopville im US-Bundesstaat South Carolina starben sieben Häftlinge, 17 weitere wurden verletzt. Die Einrichtung ist bekannt für gewalttätige Zwischenfälle.

Die Unruhen waren nach Angaben der Gefängnisleitung am Sonntagabend um 19.15 Uhr (Ortszeit) ausgebrochen. Auslöser sollen mehrere Kämpfe zwischen Häftlingen in drei Zellentrakten der Einrichtung gewesen sein.

Das Sicherheitspersonal des Gefängnisses erhielt Unterstützung von der örtlichen Polizei und der Feuerwehr. Um kurz vor drei Uhr morgens war die Situation wieder unter Kontrolle, teilte die Gefängnisleitung auf ihrem Twitter-Profil mit.

Bei der Gefangenenrevolte starben sieben Insassen. Von den zahlreichen Verletzten mussten 17 in Krankenhäusern in der Umgebung medizinisch versorgt werden.

Polizisten und Gefängniswärter sind offiziellen Angaben zufolge nicht unter den Toten und Verletzten.

Schwere Jungs - und immer wieder Ärger

In dem Hochsicherheitsgefängnis von Bishopville (das Artikelbild zeigt eine Archivaufnahme) sind mehr als 1500 Straftäter untergebracht, darunter einige der gewalttätigsten Verbrecher South Carolinas mit den längsten Strafen. Immer wieder kommt es in der "Lee Correctional Institution" zu schwerwiegenden Zwischenfällen.

2015 wurden zwei Wachleute mit Messern verletzt; 2013 kidnappten Insassen einen Wachmann und stellten Forderungen an die Gefängnisleitung, ehe Spezialkräfte die Geiselnahme unter Einsatz von Tränengas beendeten. Im Februar dieses Jahres wurde ein Insasse in einem Streit von einem Mithäftling getötet, im vergangenen Jahr starben zwei Häftlinge bei Kämpfen in dem Gefängnis.

mak/haz (dpa, afp, ape)