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Hawaii

Tote und Verletzte bei Hochhausbrand auf Hawaii

Das Feuer in dem 36-stöckigen Gebäude in Honolulu brach offenbar in der 26. Etage aus. Mindestens drei Menschen starben. Rettungskräfte befürchten weitere Opfer. Das Unglück wäre wohl vermeidbar gewesen.

Die ersten Notrufe gingen am frühen Nachmittag (Ortszeit) ein. Dichter schwarzer Rauch quoll aus dem "Marco-Polo-Gebäude" in Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii. Nach Angaben der Rettungskräfte brach das Feuer in der 26. von 36 Etagen des Apartmenthauses aus. Dort wurden auch die bislang drei Toten gefunden.

Die Flammen fraßen sich schnell bis in den 28. Stock vor. "Ich bin besorgt und auch ärgerlich, dass das Feuer so sehr außer Kontrolle geraten konnte", sagte Anwohner Patrick Williamson, der sich und seine zehn und zwölf Jahre alten Söhne in Sicherheit gebracht hatte, der Nachrichtenagentur AP. "Entweder hat die Feuerwehr zu lange gebraucht, um herzukommen - oder in dem Apartment ist irgendwas nicht in Ordnung gewesen."

Keine Sprinkler

Mehr als 100 Feuerwehrleute kämpften mehrere Stunden lang gegen die Flammen, die immer wieder aufloderten. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie aus Wohnungen dichter Rauch drang. Zerborstene Fensterscheiben und Mauerwerk stürzten zu Boden.

Von Balkonen unterhalb des Brandherdes spritzten die Rettungskräfte Löschwasser in die züngelnden Flammen. "Wir mussten unsere Leute mehrmals in Sicherheit bringen", sagte Feuerwehrchef Manuel Neves. Der Einsatz sei "sehr schwierig" und zudem habe es in dem Gebäude keine Sprinkleranlagen gegeben. Wären welche eingebaut gewesen, hätte das Feuer vermutlich nicht mehr als eine Wohnung erfasst, so Neves.

Mehr Tote befürchtet

Durch das Feuer erlitten mehrere Menschen eine Rauchvergiftung. Sie mussten in Krankenhäusern versorgt werden. Die Feuerwehr überprüfte Berichte, wonach zahlreiche Bewohner des 1971 gebauten Marco-Polo-Wohnkomplexes in ihren Wohnungen eingeschlossen waren.

Erst vor knapp einem Monat waren bei einem Hochhausbrand in London mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer im Grenfell Tower hatte sich aufgrund brennbarer Fassadenverkleidung rasend schnell ausgebreitet. Das Unglück hat eine Debatte über Brandschutzvorkehrungen an Wohngebäuden angestoßen.

mak/kle (dpa, rtre, ape)

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