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Aktuell Europa

Tote und Verletzte bei Bränden in Sibirien

In der sibirischen Region Chakassien breitet sich derzeit ein verheerendes Feuer aus. Die Flammen vernichteten bereits zahlreiche Wohnhäuser - und forderten erste Opfer.

Bei Wald- und Steppenbränden sind in Sibirien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regierung der russischen Teilrepublik Chakassien mitteilte, hätten mehr als 200 Menschen medizinische Hilfe benötigt. Mehr als 50 Menschen würden zudem im Krankenhaus behandelt, meldeten Agenturen aus Abakan, der Hauptstadt der Teilrepublik. Die russischen Behörden hatten zuvor von 70 Verletzten und mehr als 100 niedergebrannten Wohnhäusern berichtet. In zahlreichen Orten der Republik im Süden Sibiriens sei der Ausnahmezustand verhängt worden.

Russland Waldbrände in Chakassien (Foto: Reuters)

Aus dem Auto gefilmt: Brennende Häuser in einem Dort in der der Region Chakassien

Das Ministerium für Katastrophenschutz rief die Bevölkerung dazu auf "gegen das Feuer zu kämpfen, das die Anwohner durch das unkontrollierte Abbrennen von Gras selber ausgelöst" hätten. Das Feuer brach demnach durch unkontrolliertes und nicht genehmigtes Verbrennen von Steppengras aus. Die Flammen breiteten sich durch extremen Wind mit 30 Metern pro Sekunde aus und griffen rasch auf die Dörfer über. Viele Häuser in Sibirien sind aus Holz und somit leicht entflammbar.

"Mit Streichhölzern gespielt"

Zivilschutzminister Wladimir Putschkow kritisierte den achtlosen Umgang mit Feuer bei extremer Trockenheit. Steppenbrände seien ähnlich schwer zu löschen wie Feuer im Wald, erklärte der stellvertretende Zivilschutzminister Alexander Tschuprijan. Wegen Verstößen gegen den Brandschutz gingen in der Region jedes Jahr Dutzende Gebäude in Flammen auf, kritisierte er. "Diesen Brand gäbe es nicht, wenn nicht mit Streichhölzern gespielt würde. Das waren keine Kinder, sondern erwachsene Leute".

Laut russischem Verteidigungsministerium sind Militärtechnik sowie 700 Soldaten im Einsatz, um die Brände unter Kontrolle zu bekommen. Zeitweilig waren Medien zufolge darüber hinaus bis zu 5000 Freiwillige mit Löscharbeiten beschäftigt.

nin/pg (dpa, afp)