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Aktuell Afrika

Tote und Verletzte bei Bombenanschlag in Mogadischu

Bei einem Attentat auf ein Luxushotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Unter den Opfern ist auch ein hochrangiger Politiker.

Der Eingangsbereich des Maka-al-Mukarama-Hotels wurde durch den Anschlag verwüstet. Augenzeugen berichteten, es seien Handgranaten in das Hotel geworfen worden. Außerdem soll eine Autobombe explodiert sein. Mehrere vor dem Gebäude geparkte Autos wurden zerstört.

Mindestens sechs Menschen, darunter vier Polizisten, wurden getötet, wie ein Sprecher der Sicherheitskräfte mitteilte. Die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen, da einige der Verletzten in kritischem Zustand seien. Laut offiziellen Angaben ist unter den Toten auch der frührere somalische Botschafter in London, Abdulkadir Ali Dhuub.

Islamisten bekennen sich zum Blutbad

Das Maka-al-Mukarama-Hotel gehört zu den teuersten in der somalischen Hauptstadt. Café und Restaurant des Hotels sind bei der politischen Elite beliebt. Es sollen sich zum Zeitpunkt des Anschlags mehrere bedeutende Persönlichkeiten dort aufgehalten haben.

Nach dem Anschlag auf das Maka-al-Makurama-Hotel (Foto: Reuters)

Der Anschlag trägt die Handschrift der Shebab-Miliz

Die islamistische Al-Shabaab-Miliz bekannte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zu dem Anschlag. Die militante Organisation kämpft seit Jahren in Somalia mit Gewalt gegen die Regierung und deren ausländische Unterstützer. Immer wieder verübt sie auch in der Landeshauptstadt Anschläge, obwohl sie 2011 aus Mogadischu vertrieben worden war.

Der Präsident kondoliert

"Diese Terroristen werden uns nicht aufhalten, sondern nur stärker machen", sagte Somalias Ministerpräsident Abdi Farah Shirdon in einer ersten Stellungnahme.

Er sprach den Anghörigen der Opfer und den Verletzten sein Mitgefühl aus. Aber "die Feinde des Friedens der Welt" würden "den Fortschritt in Mogadischu und ganz Somalia nicht aufhalten", so der Regierungschef.

Die Al-Shabaab-Miliz hat in den vergangenen Jahren zunehmend auch Anschläge außerhalb Somalias verübt. So wird sie für den Überfall auf ein Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi verantwortlich gemacht, bei dem Ende September 67 Menschen getötet wurden. Damals hielten mehrere Kämpfer das Gebäude tagelang besetzt.

mak/gmf/se (rtr, dpa, afp)