Tote und Verletzte bei Amoklauf an Schule im US-Bundesstaat Florida | Aktuell Amerika | DW | 14.02.2018
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Waffengewalt in den USA

Tote und Verletzte bei Amoklauf an Schule im US-Bundesstaat Florida

Bei einer Schießerei an einer Schule im US-Bundesstaat Florida hat es mindestens 17 Tote und viele Verletzte gegeben. Der Amokläufer ist ein ehemaliger Schüler. Er soll schon früher als "Unruhestifter" aufgefallen sein.

Der Amoklauf begann kurz vor Schulschluss an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, rund 75 Kilometer nördlich von Miami. Hunderte Schülerinnen und Schüler rannten in Panik aus dem Gebäude, , andere versteckten sich in Klassenzimmern vor dem Schützen.

Florida, Schüler werden von der Marjory Stoneman Douglas High School während einer Schießerei in Parkland evakuiert (Reuters)

Schüler bringen sich vor dem Amokschützen in Sicherheit

Der Schütze soll einen Feueralarm ausgelöst haben. Unter einer Gasmaske geschützt habe er Rauchbomben gezündet und dann das Feuer auf die fliehenden Schüler und Lehrer eröffnet, berichteten Augenzeugen. Scott Israel, Sheriff des Broward County, in dem die Schule liegt, sagte, 17 Menschen hätten ihr Leben verloren.

Zwölf von ihnen seien in der Schule aufgefunden worden, zwei vor dem Schulgebäude, einer auf der gegenüberliegenden Straßenseite und mindestens zwei seien im Krankenhaus gestorben. Eine genaue Zahl der Verletzten nannte er nicht. Nach Krankenhaus angaben wurden noch 14 Menschen stationär behandelt, drei seien in einem kritischen Zustand.

Florida, Schießerei in einer High School (picture-alliance)

Rettungskräfte versorgen Verletzte nach dem Amoklauf

Täter war ehemaliger Schüler

Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um den 19-jährigen Nicolas de Jesus Cruz handeln, einen ehemaligen Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School. Er wurde kurz nach dem Amoklauf in einem Nachbarbezirk festgenommen. Dabei leistete er nach Angaben der Polizei keinen Widerstand. Er soll eine Gasmaske getragen haben und Blendgranaten und mehrere Magazine Munition bei sich getragen haben.

Der "Miami Herald" berichtet, dass es in der Vergangenheit schon häufiger Probleme mit Cruz gegeben habe. Ein Mitschüler wird zitiert, der Cruz als "Unruhestifter" beschreibt, der von Waffen besessen gewesen sei. Der Mathematiklehrer Jim Gard, der den Verdächtigen noch vergangenes Jahr unterrichtet hat, erzählte dem "Miami Herald", dass der junge Mann nicht mit Rucksack auf das Schulgelände gehen durfte. "Er hat Mitschüler bedroht und musste den Campus verlassen", sagte er der Zeitung. Ob dieser Ausschluss ein Motiv für die Tat war, müssen erst die Vernehmungen ergeben, so Sheriff Scott. 

 

18. Zwischenfall in diesem Jahr

US-Präsident Donald Trump ließ sich nach Angaben des Weißen Hauses über die Lage in Florida unterrichten. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen", hieß es in einer Stellungnahme.

Der Vorfall in Florida ist bereits der 18. Zwischenfall mit Schusswaffen an einer Schule in den USA in diesem Jahr. Vor drei Wochen waren in Kentucky zwei Schüler durch Kugeln ums Leben gekommen. Regierung und Parlament haben Forderungen nach einer Verschärfung von Waffengesetzen bisher stets eine Absage erteilt.

mak/cgn (dpa, rtr, ap)