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Aktuell Welt

Tote nach Seebeben im Südpazifik

Das Beben der Stärke 8 löste eine Flutwelle aus. Auf den Salomonen kamen mindestens vier Menschen ums Leben, einige Dörfer wurden zerstört. Eine Tsunami-Warnung hoben die Behörden aber wieder auf.

Bei dem schweren Erdbeben und der folgenden Flutwelle vor den östlichen Salomonen im Pazifik sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Bewohner würden noch vermisst, berichtete Regierungssprecher Robert Iroga dem Weltnachrichtendienst des Senders BBC. An der Küste seien zahlreiche Hütten und Häuser zerstört worden. "Unser Hauptfokus ist im Moment, dass der Flughafen wieder geöffnet wird, um Hilfsmittel einzufliegen", sagte Iroga.

Wasser 500 Meter im Land

Zu dem Beben der Stärke 8 kam es in der Nähe der Santa Cruz-Inseln. Der örtliche Rundfunk berichtete von mindestens zwei Wellen, die bis zu einem Meter hoch waren. Das Wasser drang 500 Meter ins Land ein. Das Epizentrum wurde zunächst auf nur fünf Kilometer unter dem Meeresboden geschätzt, doch korrigierte die US-Geologiebehörde (USGS) ihre erste Schätzung später auf 28,7 Kilometer. Eine Tsunami-Warnung (die Grafik oben zeigt einige der betroffenen Küstengebiete) für zahlreiche Pazifik-Länder wurde später aufgehoben.

Landkarte mit Salomonen-Inseln (DW-Grafik)

Lankkarte mit Salomonen-Inseln

Nach Angaben von Mitarbeitern der Hilfsorganisation WorldVision in der Nähe der betroffenen Küste wurden der Flughafen der Insel in Lata und vier Ortschaften überspült. Nach unbestätigten Berichten seien 100 Hütten zerstört worden.

Pazifischer Feuerring

Zu den Salomonen gehören mehr als 200 Inseln, auf denen eine halbe Million Menschen wohnen. Die Salomonen waren erst im Jahr 2007 von einem Tsunami heimgesucht worden, der große Schäden angerichtet und 13 Dörfer zerstört hatte. Mindestens 50 Menschen wurden damals getötet, zahlreiche blieben vermisst, tausende wurden obdachlos. Damals hatte ein Beben der Stärke 8,1 die Flutwelle ausgelöst.

Die seit 1978 unabhängigen Salomonen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdstöße sehr häufig vorkommen.

sti/wl (afp, dpa, ap, rtr)