1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Tote durch heftiges Unwetter in Westdeutschland

Nach der Rekordhitze über Pfingsten haben nun Unwetter große Teile des Verkehrs auf der Straße, in der Luft und auf den Schienen lahmgelegt. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben.

Gewitter, Sturm und starker Regen sind über Westdeutschland gezogen und haben vor allem in der Region um die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf schwere Schäden angerichtet. Im Süden der Stadt waren viele Straßen wegen umgestürzter Bäume nicht passierbar. Anwohner berichteten von Stromausfällen. Straßen- und U-Bahn wurden wegen zerstörter Oberleitungen gestoppt. Der Feuerwehr zufolge sind drei Menschen ums Leben gekommen.

Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr vorübergehend ein. Am Flughafen Düsseldorf wurde der Betrieb für etwa eine Stunde unterbrochen. Dort seien Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern gemessen worden, teilte der Flughafen mit. In Köln wurde ein 50-jähriger Fahrradfahrer von einem herabstürzenden Baum so stark verletzt, dass er noch am Unfallort verstarb. In Essen starb ein Mann bei Aufräumarbeiten. In Krefeld wurde ein Mann von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Auch aus dem Norden Deutschlands wurden heftige Regenfälle, Sturmböen und Blitzeinschläge gemeldet. In Mecklenburg-Vorpommern stürzten nach Angaben der Rostocker Polizei Bäume auf Autos und Häuser. In Nordwestmecklenburg erlitt eine Autofahrerin bei einem Umwetter eine Kopfverletzung. In Warnemünde und Wismar brannten Dachstühle.

Die Gewitterfront zog in der Nacht weiter Richtung Niedersachsen. Der Deutsche Wetterdienst gab unter anderem für die Regionen Hannover und Bremen Unwetterwarnungen heraus. Auch in den kommenden Tagen sollen Schauer und Gewitter in vielen Regionen Deutschlands anhalten.

Auto unter Baumästen in Dortmund (Foto: Reuters)

Eine Momentaufnahme der Unwetter-Folgen aus Dortmund

Rekordhitze über die Feiertage

Dem Unwetter ging laut Deutschem Wetterdienst (DWD) das heißeste Pfingstfest seit Beginn der Aufzeichnungen voraus. Am Montag lagen die Temperaturen mit bis zu 36,7 Grad Celsius in Kitzingen in Bayern am höchsten. Der bisher heißeste Pfingsttag war laut DWD im Jahr 2000 in Roth bei Nürnberg mit 33,8 Grad gemessen worden. Vielerorts in der Republik war es am Montag wärmer als 34 Grad.

Nach DWD-Angaben fiel zu Pfingsten auch der Hitze-Rekord für die ersten zehn Juni-Tage: Er stand bisher bei 35,5 Grad - gemessen am 3. Juni 1947 in Frankfurt am Main. Am Montagmittag registrierten die Meteorologen beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sogar 37,4 Grad in der Innenstadt - dieser Wert ist aber nicht amtlich.

nis/kle (dpa)