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Aktuell Europa

Tote bei U-Bahn-Unglück in Moskau

Im morgendlichen Berufsverkehr entgleist eine U-Bahn in der russischen Hauptstadt. Mindestens 20 Menschen sterben, weit mehr als 100 werden verletzt. Ein falsches Alarmsignal soll das Unglück verursacht haben.

Der Unfall ereignete sich im Moskauer Berufsverkehr. Nach jüngsten Zahlen der russischen Behörden kamen mindestens 20 Menschen ums Leben. Mehr als 160 Menschen wurden verletzt. "Die Zahlen werden noch präzisiert", sagte Vize-Bürgermeister Pjotr Birjukow zur Anzahl der Opfer, "Die Evakuierungsarbeiten dauern an."

Ein Zug der sogenannten Blauen Linie der russischen Hauptstadt war bei einem heftigen Bremsmanöver in einem Tunnel in den frühen Morgenstunden entgleist. Ersten Ermittlungen zufolge sollen ein Stromausfall und ein falsches Alarmsignal der Grund für den Unfall gewesen sein. Der Zug war zum Unfallzeitpunkt voll besetzt. Einige Passagiere sollen nach Behördenangaben noch in einem Wagon eingeklemmt sein. Viele Passagiere erlitten Prellungen und Blutergüsse, über 200 Personen mussten aus dem Tunnel in Sicherheit gebracht werden.

Bürgermeister Sergej Sobjanin eilte zur Unfallstelle. Er sicherte den Opfern unbürokratische Hilfe zu. Die Moskauer U-Bahn gilt mit täglich neun Millionen Passagieren als wichtigstes Verkehrssystem der zwölf Millionen-Einwohner-Stadt. Die Metro wurde 1935 eröffnet. Waggons und Streckennetz gelten als technisch veraltet und renovierungsbedürftig.

zam/qu (afp, dpa)