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Aktuell Europa

Tote bei Schiffsunglück in Genua

Beim Zusammenstoß eines Containerschiffes mit einem Kontrollturm im Hafen von Genua sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Vier Personen wurden schwer verletzt, sechs werden vermisst.

Nach italienischen Medienberichten rammte das rund 200 Meter lange Containerschiff "Jolly Nero" am Dienstag kurz nach 23.30 Uhr aus noch ungeklärter Ursache den Kontrollturm in der italienischen Hafenstadt, der sich durch die Wucht der Kollision um 45 Grad neigte. Das Unglück ereignete sich, als das Schiff den Hafen verlassen wollte.

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Schiffsunglück in Genua

Mehrere Menschen seien daraufhin ins Wasser gestürzt. Feuerwehrtaucher suchten die Nacht hindurch im Hafenbecken nach den Vermissten. Zum Unglückszeitpunkt hätten sich etwa 14 Personen in dem Turm aufgehalten.

Eine technische Panne?

Die Zeitung "Il Secolo XIX" sprach von einem "unverständlichen Manöver" des Schiffes, das nur durch eine technische Panne zu erklären sei. Der Kapitän wurde mit den Worten zitiert, anscheinend seien zwei Motoren ausgefallen und die Mannschaft habe die Kontrolle über das Schiff verloren.

Das Unglück ereignete sich, als auf dem Kontroll-Tower gerade Schichtwechsel war, so dass sich besonders viele Lotsen im Gebäude aufhielten. Nach Angaben der Rettungskräfte ist es noch unklar, ob einige der Vermissten in einem Fahrstuhl in dem beschädigten Turm festsitzen.

Der Eigner des Schiffes, Stefano Messina, eilte noch in der Nacht zum Hafen. Vor Journalisten zeigte er sich entsetzt: "Wir sind alle total schockiert. Noch nie ist so etwas passiert, wir sind verzweifelt." Laut der italienischen Nachrichtenagentur AGI wurde das Schiff beschlagnahmt, der Kapitän wurde vernommen.

GD/se (dpa, afp, rtr)

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