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Aktuell Amerika

Tote bei Schüssen in US-Schule

Die USA werden von einem neuen gewaltsamen Vorfall an einer Schule erschüttert. Im Bundesstaat Nevada erschoss ein Schüler einen Lehrer und dann sich selbst.

Es war kurz vor Beginn des Unterrichts: Auf dem Gelände einer Schule in der Ortschaft Sparks in der Nähe von Reno im US-Bundesstaat Nevada eröffnete ein Schüler das Feuer und erschoss einen Lehrer. Auch der jugendliche Schütze kam ums Leben. Nach Medienberichten richtete er die Waffe gegen sich selbst. Außerdem wurden zwei Schüler schwer verletzt. Ihr Zustand sei kritisch, teilte eine Krankenhaus-Sprecherin mit. Die Polizei machte über den Tathergang bislang keine Angaben.

Ein 13-Jähriger erzählte Reportern, dass er und seine Mitschüler in der Nähe des Basketballfeldes gewesen seien und einen lauten Knall gehört hätten. Der Schütze habe die Waffe auf einen Lehrer gerichtet, der ihm gesagt habe, er solle sie weglegen. "Und dann hat der Schüler einen Schuss abgegeben, der Lehrer fiel zu Boden und alle sind weggerannt", berichtete der Junge.

Schüler und Pädagogen standen nach den Schüssen unter Schock (Foto: AP)

Schüler und Pädagogen standen nach den Schüssen unter Schock

"Wir sind über ein Feld gelaufen, um uns irgendwo in Sicherheit zu bringen", sagte er der Zeitung "Reno Gazette Journal" weiter. "Während wir liefen, haben wir vier oder fünf weitere Schüsse gehört." Bei dem getöteten Pädagogen soll es sich um einen bei den Schülern beliebten Mathematiklehrer handeln.

Video ansehen 01:53

Newtown: Obama ruft zum Handeln auf (17.12.2012)

Nach den Schüssen sicherte die Polizei das Schulgelände mit einem Großaufgebot (Artikelbild). Der stellvertretende Polizeichef von Reno, Tom Robinson, sagte vor Journalisten, das Motiv für die Tat sei noch unklar. Noch könne nicht gesagt werde, ob der Schütze ein bestimmtes Ziel gehabt oder willkürlich geschossen habe. Zur Identität des Schülers machte die Polizei keine Angaben.

In den USA kommt es an Schulen immer wieder zu Amokläufen und blutigen Schießereien. Für besonderes Entsetzen sorgte im Dezember 2012 ein Massenmord an einer Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut. Ein junger Mann erschoss dort 26 Menschen, 20 von ihnen kleine Kinder. Die Tat heizte die Debatte über die laxen Waffengesetze in den USA an. Eine von Präsident Barack Obama geforderte Verschärfung der Bestimmungen scheiterte aber im Frühjahr im Kongress.

wl/ml (dpa, afp, rtr)

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