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Aktuell Amerika

Tote bei Raffinerie-Unglück

Bei einer Explosion in einer Öl-Raffinerie in Venezuela sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 80 wurden verletzt. Die Unglücksursache war ein Gasleck.

Unter den Toten sei auch ein zehnjähriger Junge, sagte die Gouverneurin des Staates Falcón, Stella Lugo, dem Fernsehsender VTV. Venezuelas Vizepräsident Elías Jaua sagte, die Mehrheit der Toten und Verletzten seien Nationalgardisten. Die Druckwelle habe auf dem Gelände die Unterkünfte der Nationalgarde, die für die Sicherheit der Anlage verantwortlich war, voll getroffen.

Lage unter Kontrolle

Die Explosion in der Stadt Amuay (Artikelbild von 2011) im Nordwesten des Landes wurde nach Angaben von Energieminister Rafael Ramírez durch ein Gasleck ausgelöst. Daraufhin entzündete sich die Gaswolke. Bei der Explosion wurden auch einige Häuser in der Nähe beschädigt. Mindestens zwei Öltanks in der Raffinerie fingen Feuer, wie Ramirez im staatlichen Fernsehen erklärte. Neun Tanks wurden beschädigt. Über der Anlage standen dunkle Rauchwolken. Auf einem Video war zu sehen, wie Feuerbälle über der Raffinerie aufstiegen.

Feuerball über der Raffinerie-Anlage in Amuay (Foto: dapd)

Große Teile der Raffinerie wurden zerstört

Die Feuerwehr und Soldaten sicherten nach der Explosion die Anlage. Man erwartet keine weitere Ausbreitung des Feuers. Es ist das bislang schwerste Unglück in einer Ölanlage in dem Land. Venezuela ist der fünftgrößte Öl-Exporteur der Welt. Die Raffinerie von Amuay ist die größte des Landes und eine der größten weltweit. Normalerweise werden dort rund 645.000 Barrel Rohöl pro Tag verarbeitet.

rv/pg (afp, dpa, dapd)