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Aktuell Nahost

Tote bei Messerattacken auf Israelis

Bei den Angriffen von Palästinensern in Tel Aviv und im Westjordanland wurden zwei Israelis getötet. Einer der beiden Attentäter wurde von der Polizei erschossen.

Ein palästinensischer Attentäter hat im südlichen Westjordanland eine junge Israelin erstochen und ist anschließend selbst erschossen worden. Die Frau wurde am Rande der israelischen Siedlung Alon Schwut getötet, wie die Polizei mitteilte. Zwei weitere israelische Zivilisten seien verletzt worden. Der Angreifer wurde von einem Wachmann der Siedlung angeschossen und erlag später seinen Verletzungen. Das Attentat ereignete sich den Angaben zufolge an einem Halteplatz, wo Autofahrer üblicherweise Tramper mitnehmen.

Nur Stunden zuvor war bei einer Messerattacke in Tel Aviv ein israelischer Soldat tödlich verletzt worden. Der palästinensische Angreifer habe mehrfach auf ihn eingestochen und sei dann festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Der 18-Jährige stamme aus Nablus im nördlichen Westjordanland und halte sich ohne Aufenthaltsgenehmigung in Israel auf. Der etwa 20 Jahre alte Soldat wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Später erlag er seinen Verletzungen. Der Vorfall ereignete sich nahe dem Hagana-Bahnhof im Süden von Tel Aviv (Artikelbild).

Bennett: Abbas ein "Terrorist im Anzug"

Der rechtsorientierte Wirtschaftsminister Naftali Bennett rief zu einer härteren Bestrafung palästinensischer Angreifer auf. Er bezeichnete Palästinenserpräsident Mahmud Abbas als "Terroristen im Anzug" und forderte, Israel müsse ihn dementsprechend behandeln. Schon vor dem Anschlag waren die Sicherheitskräfte aus Furcht vor neuen Unruhen in Israel und den Palästinensergebieten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Vor der Küste von Gaza verletzte die israelische Marine nach palästinensischen Berichten zwei Fischer und zerstörte ihr Boot. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, es handele sich um ein Schmugglerboot, das auf dem Rückweg aus Ägypten gewesen sei. Die Insassen hätten auf Aufrufe zum Anhalten nicht reagiert. Der jüngste Gaza-Krieg, der 50 Tage dauerte, war im August mit einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe zu Ende gegangen. Teil der Vereinbarung war eine Ausweitung der Fischereizone von drei auf sechs Seemeilen. Seit Ende des Gaza-Kriegs ist es vor der Küste mehrfach zu ähnlichen Vorfällen gekommen.

Serie von Übergriffen in den vergangenen Tagen

Die jüngsten Zwischenfälle dürften die Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern weiter verschärfen. In den vergangenen Tagen war es zu weiteren Übergriffen von Palästinensern gekommen. In der vergangenen Woche etwa steuerte ein Palästinenser sein Auto in eine Menschenmenge in Jerusalem und tötete zwei Iraelis, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde. Schon davor hatte ein Palästinenser mit seinem Auto einen Säugling getötet.

Auch gab es am Jerusalemer Tempelberg immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen Palästinensern und Sicherheitskräften. Auslöser war ein Attentat auf einen ultrareligiösen israelischen Aktivisten, der sich für einen freien Zugang der Juden zum Gebet auf dem Tempelberg eingesetzt hatte, wo auch die Al-Aksa Moschee steht. Dies ist Juden bislang nicht erlaubt.

sti/cr (rtr, dpa, afp)