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Aktuell Welt

Tote bei Hubschrauberabsturz nahe Kabul

Ein türkischer Militär-Helikopter ist in ein Haus gestürzt. Dabei kamen zwölf türkische Soldaten und mindestens vier Zivilisten ums Leben. Die Internationale Afghanistan-Schutztruppe ISAF bestätigte den Vorfall.

Die genaue Ursache für das Unglück am Freitag steht noch nicht fest. Der Hubschrauber vom Typ Sikorsky habe sich auf einer NATO-Mission befunden, als er nahe der afghanischen Hauptstadt niederging, teilten die türkischen Streitkräfte mit. "Zwölf unserer Militärangehörigen an Bord wurden zu Märtyrern", heißt es weiter. Bei den vier weiteren Toten am Boden handelt es sich nach Angaben des afghanischen Innenministeriums vermutlich um drei Kinder und eine Frau.

Trauer in der Türkei

Es scheine, als sei der Hubschrauber während einer Notlandung verunglückt, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu. "Es ist ein schlimmer Unfall, unsere Trauer ist tief", erklärte er weiter. Zum Zeitpunkt des Absturzes habe es keine Feindaktivitäten gegeben, teilte die NATO mit. Auch aus afghanischen Sicherheitskreisen hieß es, der Helikopter sei nicht abgeschossen worden, sondern habe ein technisches Problem gehabt. Ein Zeuge berichtet, der Hubschrauber habe ein Haus touchiert und sei anschließend in ein weiteres gestürzt. Zu dem Unglück kam es im Bezirk Bagrami in der Provinz Kabul.

Es war der verlustreichste Absturz für die NATO-Truppen in Afghanistan seit vergangenem August. Damals starben 30 US-Soldaten beim Abschuss eines Militärhubschraubers in der Provinz Wardak. Die türkischen Streitkräfte mit rund 1800 Soldaten gehören zu den NATO-geführten ISAF-Einheiten am Hindukusch. Ihr Einsatz ist auf Patrouillen beschränkt, sie nehmen nicht an Kämpfen teil.

li/mm (dapd, dpa, rtr)