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Aktuell Nahost

Tote bei Gefechten im Jemen

Am Sonntag sollen im Jemen die Waffen schweigen und Friedensgespräche geführt werden. Kurz vor Beginn des Waffenstillstands haben Al-Kaida-Kämpfer aber offenbar mehrere regierungstreue Soldaten getötet.

Kämpfer stehen mit Maschinengewehren bewaffnet auf einem Toyota Pick up Patrouille (Foto: EPA/Stringer)

Jemenitische Kämpfer auf Patrouille in der östlichen Provinz Marib

Im Süden des Jemen sollen Kämpfer der Dschihadistenmiliz Al-Kaida mindestens 20 Soldaten getötet haben. Nach Angaben der Armee griffen die Extremisten am frühen Morgen in der Stadt Ahwar in der Provinz Abjan einen Konvoi der regierungstreuen Truppen aus dem Hinterhalt an. Demnach stoppten sie die drei zivile Fahrzeuge, zwangen die Soldaten zum Aussteigen und erschossen mindestens 20 von ihnen.

Den Angaben zufolge handelte es sich bei den Soldaten um Rekruten, die in den Regionen unter der Kontrolle der Regierung die Sicherheit wiederherstellen sollten. Die Terrororganisation dementierte für den Angriff verantwortlich zu sein. Neben Al-Kaida sind auch andere Gruppen im Süden des Landes aktiv.

Bereits am Freitag kamen bei schweren Gefechten zwischen Regierungstruppen und Huthi-Rebellen mehrere Soldaten ums Leben. Bei den Kämpfen in der Provinz Marib östlich der Hauptstadt Sanaa seien mindestens zwölf Kämpfer getötet worden, verlautete aus Militärkreisen. Die Regierungstruppen versuchen seit Monaten, die Ortschaft Sarwah westlich der Stadt Marib von den Huthi-Rebellen zurückzuerobern, um von dort weiter nach Sanaa vorzurücken.

Kämpfe trotz Vorbereitung auf den Waffenstillstand

Der Jemen wird seit September 2014 von einem bewaffneten Konflikt zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und der Regierung beherrscht. Am Sonntag soll ein unter UN-Vermittlung ausgehandelter Waffenstillstand zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Kraft treten. Für den 18. April sind in Kuwait Friedensgespräche geplant.

Die Huthis hatten Anfang vergangenen Jahres die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und den sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht gezwungen. Seit März 2015 fliegt eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens Luftangriffe im Jemen, um die vom Iran unterstützten Rebellen zurückzudrängen und Hadi die Rückkehr an die Macht zu ermöglichen.

pab/djo (AFP, dpa)