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Aktuell Deutschland

Tote bei Feuer in Behindertenwerkstatt

Bei einem Brand in einer Behindertenwerkstatt im Schwarzwald sind 14 Menschen ums Leben gekommen. Acht Menschen seien schwer verletzt worden, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Wilfried Kretschmann.

Feuerwehrmänner löschen in Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg) einen Brand in einer Behindertenwerkstatt (Foto: dpa)

Brand in Behindertenwerkstatt im Schwarzwald

Über die Brandursache könne man noch keine Angaben machen, teilte die Feuerwehr in Titisee-Neustadt in Baden-Württemberg mit. Hinweise auf eine Brandstiftung in der Behindertenwerkstatt gab es nach Polizeiangaben bisher nicht. In Behördenkreisen hieß es dazu, das Feuer sei vermutlich durch eine Explosion in einem gasbefeuerten Heizgerät im zweiten Obergeschoss des Gebäudes der Caritas ausgelöst worden. Nach ersten Erkenntnissen starben die Todesopfer an Rauchvergiftungen. Mit weiteren Toten wird nicht gerechnet.

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Ursachensuche nach Großbrand

In der Caritas-Werkstatt arbeiteten etwa 120 Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung. In der Einrichtung geht es unter anderem um die Verarbeitung von Metall und Holz. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers hatten rund 100 Feuerwehrleute den Brand nach zwei Stunden unter Kontrolle bekommen. Die Rettungskräfte seien durch einen automatischen Brandmelder alarmiert worden.

Politiker sprechen Beileid und Mitgefühl aus

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Reinhold Gall (SPD) machten sich nach Angaben eines Regierungssprechers umgehend auf dem Weg zur Unglücksstelle. Kretschmann zeigte sich erschüttert: "Die Nachricht über den Brand in der Behindertenwerkstatt und das schreckliche Ausmaß haben mich zutiefst getroffen", sagte der Ministerpräsident. In Gedanken sei er bei den Opfern. Sein tiefes Mitgefühl gelte ihren Angehörigen. Kretschmann dankte den Rettungs- und Einsatzkräften für ihren engagierten Einsatz.

Die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) reagierte ebenfalls mit Entsetzen. "Ich spreche allen Angehörigen, Freunden und Verwandten der Toten mein tiefes Beileid aus. Unsere Gedanken sind auch bei den zahlreichen Verletzten", sagte Altpeter. Sie sprach von einem Tag der Trauer und des Schmerzes über so viele Opfer.

Die Polizei richtete in einer benachbarten Spedition eine Personensammelstelle ein. Dort sollten sich Personen melden, die beim Ausbruch des Feuers im Gebäude waren und noch nicht registriert sind. Nach dem Unglück betreuen Notfallseelsorger die Angehörigen der Opfer.

kle/se (rtr, afp, kna dpa, dapd)

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