Tote bei Erdbeben in Papua-Neuguinea | Aktuell Welt | DW | 27.02.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Pazifischer Feuerring

Tote bei Erdbeben in Papua-Neuguinea

Das Beben war heftig, die betroffenen Regionen sind schwer zugänglich: 24 Stunden nach dem Papua-Neuguinea von Erdstößen erschüttert wurde, melden örtliche Medien, dass mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen sind.

Die Erde kommt nicht zur Ruhe in Papua-Neuguinea. Am frühen Montagmorgen (Ortszeit) hatten heftige Erdstöße den pazifischen Inselstaat erschüttert. Nachbeben lassen die Region weiter erzittern. Seitdem versuchen Rettungskräfte in das teils schwer zugängliche Katastrophengebiet vorzudringen. Straßen sind durch Erdrutsche blockiert, der Strom ist vielerorts ausgefallen, Telefonverbindungen zum größten Teil unterbrochen.

30 Tote, 300 Verletzte

Knapp 24 Stunden nach den ersten Erdstößen melden örtliche Medien nun erste Opferzahlen. Demnach sind womöglich mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Zeitung "Post Courrier" berichtet, starben mindestens 13 Menschen in Mendi, der Hauptstadt der Provinz Southern Highlands. 18 weitere seien mutmaßlich in den nahegelegenen Städten Kutubu und Bosave zu Tode gekommen. Rund 300 Menschen wurden nach Angaben von Provinzverwalter William Bando verletzt.

Die Website "Papua New Guinea Today" meldet unter Berufung auf einen katholischen Priester, mindestens zehn Menschen seien bei Erdrutschen ums Leben gekommen, darunter vier Kinder. Es seien schwere Schäden an Gebäuden entstanden.

Umweltschäden befürchtet

Die Gegend ist rohstoffreich. Verschiedene Bergbauunternehmen sind dort tätig. Umweltaktivisten befürchten, dass durch beschädigte Gaspipelines und Abwasserrohre giftige Stoffe in die Umwelt gelangt sein könnten. Auch in der benachbarten indonesischen Provinz Papua, die auf der anderen Hälfte der Insel liegt, sorgten die Erdstöße für Panik und beschädigten Gebäude.

Das Beben im Zentrum der Hauptinsel Neuguinea hatte eine Stärke von 7,5 und ereignete sich in einer Tiefe von 35 Kilometern. Zwei starke Nachbeben hatte kurz darauf eine Stärke von 6,0 und 6,3.

Papua-Neuguinea liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einer hufeisenförmigen Zone entlang der Küsten des Stillen Ozeans. In dem tektonisch unruhigen Bereich kommt es oft zu Beben und Vulkanausbrüchen, weil hier verschiedene Platten der Erdkruste aneinander reiben. 1998 wurden Abschnitte von Papua-Neuguineas Nordküste von einem Tsunami überflutet, den ein Beben der Stärke 7,0 ausgelöst hatte. Etwas 2200 Menschen kamen damals ums Leben.

AR/kle (afp, dpa, rtr, ap)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema