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Afrika

Tote bei Autobombenanschlag in Somalia

Somalia kommt nicht zur Ruhe. Bei einer Explosion in der Hauptstadt Mogadischu werden mindestens acht Menschen getötet, viele werden verletzt. Steckt die Al-Shabaab-Miliz auch hinter diesem Anschlag?

Ein Fahrzeug mit Sprengstoff sei im Zentrum der Stadt nahe einer Polizeiwache explodiert, berichtete der lokale Sender Radio Shabelle. Die Hintergründe sind noch unklar.

Am Samstagmorgen waren bereits zwei Menschen verletzt worden, als ihr Fahrzeug etwas außerhalb von Mogadischu über eine Landmine fuhr. In der Vergangenheit bekannte sich die islamistische Gruppe Al-Shabaab zu ähnlichen Taten.

Nur ein Teilerfolg der AU

Truppen der Afrikanischen Union (AU) hatten die Miliz, die gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates kämpft, 2011 aus Mogadischu vertrieben. Die bewaffneten Rebellen kontrollieren aber immer noch einige ländliche Regionen am Horn von Afrika.

Trotz einer großen internationalen Militärpräsenz und scharfer Sicherheitsvorkehrungen verübt die Gruppe, die sich als Teil des Terrornetzwerks Al-Kaida bezeichnet, immer wieder Anschläge auf zivile Ziele und Regierungseinrichtungen in Städten.

Nach Angaben des Africa Center for Strategic Studies wurden durch Anschläge der Al-Shabaab im vergangenen Jahr fast 4300 Menschen getötet. Die Miliz gilt damit als eine der gefährlichsten Terrororganisationen in Afrika.

Neben dem Terror ist Somalia auch durch eine Hungerkatastrophe bedroht. Im Mai hatte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel dem somalischen Premierminister Hassan Ali Khaire dabei Hilfe zugesagt. Deutschland habe bereits 70 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, betonte Gabriel bei seinem Besuch in Somalia und erklärte, die Bundesregierung denke über eine Verdoppelung der Finanzhilfen nach.

haz/jj (epd, afp)