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Aktuell Europa

Tote bei Anschlag in der Türkei

Seit fast 30 Jahren kämpft die kurdische Arbeiterpartei PKK für mehr Autonomie. Auf das Konto der PKK gehen viele Terrorakte. Doch eine Beteiligung an dem jüngsten Bombenanschlag nahe der syrischen Grenze dementiert sie.

Bei dem Anschlag wurden nach Behördenangaben neun Menschen getötet. Die Attentäter hätten in der südtürkischen Stadt Gaziantep nahe einer Polizeistation eine Autobombe gezündet, melden türkische Fernsehsender. Etwa 50 weitere Personen seien verletzt worden.

Bislang hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt. Türkische Politiker machten jedoch kurdische Separatisten und den syrischen Geheimdienst für die Gewalttat verantowrtlich. Die PKK wies aber jede Verantwortung von sich.

Liefert Syrien der PKK Waffen?

Der Konflikt zwischen türkischen Sicherheitskräften und kurdischen Rebellen hatte sich in den vergangenen Wochen wieder verschärft. Die PKK griff mehrfach türkische Sicherheitskräfte an. Die Türkei beschuldigt das Regime in Syrien und die iranische Führung, die kurdischen Untergrundkämpfer zu unterstützen und mit Waffen zu versorgen.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei. Das gilt vor allem für den Südosten des Landes, in dem viele Kurden leben.

Syrischer Bürgerkrieg verschärft den Kurdenkonflikt

Durch den Bürgerkrieg in Syrien hat der seit fast 30 Jahren währende Konflikt noch an Brisanz gewonnen. Die türkische Regierung versucht zu verhindern, dass die PKK die Kämpfe im benachbarten Syrien nutzt, um dort Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen. Ankara befürchtet, dass die PKK von dort aus dann Anschläge in der Türkei organisieren könnte. Von Stützpunkten im Norden des Irak operieren die Rebellen bereits jetzt gegen die Türkei.

haz/kis (dpad, dpa, rtr, afp)