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Welt

Tote bei Anschlag auf UN-Gebäude

Bei einem Bombenanschlag auf ein UN-Büro in der nigerianischen Hauptstadt Abuja sind etliche Menschen getötet und weitere verletzt worden. Die Explosion brachte große Teile des Gebäudes zum Einsturz.

Rettungsaktion nach Anschlag auf UN-Gebäude in Abuja (Foto: dapd)

Rettungskräfte suchen in dem zerstörten Gebäude nach Menschen

Mindestens 18 Tote und etwa 60 Verletzte - das ist die blutige Bilanz eines Anschlags auf ein Gebäude der Vereinten Nationen in Nigerias Hauptstadt Abuja. Die UN erklärten, dass die schwere Explosion durch eine Bombe ausgelöst worden sei. In dem Gebäude arbeiten rund 400 Angestellte.

Polizisten und Rettungskräfte vor dem UN-Gebäude (Foto: dapd)

Zahlreiche Polizisten und Rettungskräfte sind im Einsatz

Verlässliche Informationen über Hintergründe oder Täter liegen momentan nicht vor. Nigeria war in den vergangenen Monaten aber von einer Serie von Bombenanschlägen erschüttert worden, die der islamistischen Sekte Boko Haram zugeschrieben werden. Noch am Donnerstag hatte die Organisation einen Anschlag auf ein Polizeistation im Nordosten Nigerias verübt und dort mehrere Banken überfallen. Die konservative Sekte, die alles Westliche als Sünde verdammt, kämpft seit mehreren Jahren gegen Nigerias Regierung.

Rettungskräfte bergen Menschen aus Trümmern

Die Explosion habe sich kurz vor elf Uhr Ortszeit ereignet, sagte der Sprecher der örtlichen Polizei, Jimoh Moshood. In dem Stadtviertel befinden sich auch die US-Botschaft und andere diplomatische Einrichtungen. Der britische Sender BBC berichtete, dass das Erdgeschoss des Gebäudes völlig zerstört sei. Die Explosion habe ein großes Loch in das Gebäude gerissen und einen Flügel zum Einsturz gebracht. Zahlreiche Rettungskräfte seien dabei, Menschen aus dem dreistöckigen Gebäude zu bergen.

Die Explosion riss ein riesiges Loch in das UN-Gebäude (Foto: dapd)

Die Explosion riss ein riesiges Loch in das UN-Gebäude

Augenzeugen berichteten, die Explosion habe sich ereignet, nachdem ein Fahrzeug das Eingangstor gerammt habe und in das Gebäude gerast sei. Wachleute hätten versucht, den Wagen aufzuhalten. Doch er sei samt Fahrer unmittelbar vor dem Empfangsbereich in die Luft geflogen. Ein UN-Mitarbeiter in Nairobi sagte der Nachrichtenagentur epd, die Explosion sei daher vermutlich durch eine Autobombe ausgelöst worden. Hingegen sagte ein anderer UN-Mitarbeiter in Abuja, es habe sich angefühlt, als habe sich die Explosion im Keller ereignet und das ganze Gebäude erschüttert.

Bei dem Bombenanschlag gab es nach ersten Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes keine deutschen Opfer. "Wir haben bislang keine entsprechenden Hinweise", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Berlin. Die deutsche Botschaft sei aber damit beschäftigt, weitere Informationen zu sammeln.

Autorin: Naima El Moussaoui (dpa, afp, rtr, dapd, epd)

Redaktion: Marko Langer