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Aktuell Welt

Tote bei Anschlag auf Militärbus im Jemen

Gerade erst haben die USA und andere westliche Länder ihre Botschaften im Jemen wieder geöffnet, da erschüttert ein neuer Anschlag das Land. Dieses Mal war ein Armeebus das Ziel der Terroristen.

Jemens Staatsmedien meldeten, es habe ein Todesopfer und mehrere Verletzte gegeben. Dagegen berichteten Augenzeugen nach einer Meldung des unabhängigen Nachrichtenportals Mareb Press von mindestens fünf Toten und etwa 25 Verletzten.

Der Sprengsatz explodierte in einem Bus der Luftwaffe, der rund 30 Insassen zu einem Stützpunkt nahe des Flughafens der Hauptstadt Sanaa bringen sollte, wie ein Militärsprecher mitteilte.

Suche nach Tätern läuft

Die Hintermänner des Anschlags blieben zunächst unbekannt. Die islamistische Terrorgruppe Al-Kaida verübt aber immer wieder Angriffe auf die Sicherheitskräfte im Jemen. Der Anschlag auf den Bus passe zum systematischen Versuch, das Land zu destabilisieren und die nationale Versöhnung zu behindern, sagte der Militärsprecher.

Derzeit wird im Jemen eine neue Verfassung erarbeitet, für Februar 2014 sind Wahlen angekündigt. Das Land gehört zu den ärmsten in der Arabischen Welt, die politische Lage ist instabil.

Der Al-Kaida-Ableger auf der Arabischen Halbinsel hatte im Frühjahr 2011 während der Proteste gegen den langjährigen jemenitischen Machthaber Ali Abdallah Saleh die Schwäche des Militärs genutzt, um mehrere Städte im Süden des Landes unter seine Kontrolle zu bringen. Bei einer Militäroffensive wurde die Gruppe zwar wieder zurück in die Wüste getrieben, doch auch danach blieb sie weiter aktiv und durch Attentate und Anschlagspläne in den Nachrichten.

nis/sti (afp, dpa, rtr)

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