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Aktuell Asien

Tote bei Anschlag auf Ausländer in Kabul

Nahe dem Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul hat ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag drei Menschen in den Tod gerissen. Unter den Verletzten ist auch ein Polizist aus Deutschland.

Der Anschlag auf einen Fahrzeugkonvoi geschah zur morgendlichen Hauptverkehrszeit in der Nähe des internationalen Flughafens in Kabul. Ein Selbstmordattentäter habe seinen Wagen zur Explosion gebracht, teilte die Polizei mit. Dabei riss er einen britischen Mitarbeiter der EU-Polizeimission Eupol mit in den Tod. Zwei afghanische Zivilistinnen seien bei der Explosion ebenfalls ums Leben gekommen, sagte Polizeisprecher Ebadullah Karimi.

18 weitere Personen - unter ihnen drei Kinder - seien verletzt worden. Bei dem verletzten Deutschen handelt es sich um einen 51 Jahre alten Hauptkommissar aus Oberhausen. Er war ebenfalls für Eupol in Afghanistand. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Kabul - Anschlag (Foto: Reuters)

Drei Menschen starben, 18 wurden verletzt, darunter drei Kinder

Eupol unterstützt seit 2007 den Aufbau der afghanischen Polizei. Der von 23 EU-Staaten getragenen Mission gehören mehr als 200 internationale und rund 180 einheimische Mitarbeiter an. Unter den ausländischen Eupol-Mitarbeitern sind auch Deutsche.

Erst in der Nacht zum Donnerstag waren bei einer Geiselnahme in einem Gästehaus in Kabul 14 Menschen, darunter sieben Ausländer, getötet worden. Es handelte sich um vier Inder, einen US-Bürger, einen Italiener und einen britisch-afghanischen Staatsbürger. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

Die afghanischen Sicherheitskräfte haben seit dem Abzug der NATO-geführten Kampftruppen zum Jahreswechsel die alleinige Sicherheitsverantwortung im Land. Die NATO unterstützt sie aber weiter mit etwa 12.000 Soldaten, die vor allem ausbilden und beraten. Mitte der Woche kündigte die NATO an, auch nach dem im kommenden Jahr auslaufenden Einsatz weiter in Afghanistan zu bleiben.

pg/stu (rtr, dpa, afp)