1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Europa

Tote bei Anschlägen in Dagestan

Bei einem Doppelanschlag in der russischen Kaukasusrepublik sind mindestens vier Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. In Moskau vereitelten Sicherheitskräfte einen Terroranschlag.

Die beiden Anschläge ereigneten sich innerhalb weniger Minuten, wie das Innenministerium in der Hauptstadt Machatschkala mitteilte. Zunächst sei eine Autobombe vor einem Justizgebäude detoniert; als dann Polizisten und Rettungskräfte an der Anschlagstelle eintrafen, sei die zweite Bombe per Fernzündung gesprengt worden. Die meisten Toten und Verletzten habe es durch die zweite Bombe gegeben.

Augenzeugen berichteten von mindestens zwei Dutzend zerstörter Autos. Metallsplitter seien mehr als 150 Meter weit geflogen. Durch die Wucht der Explosionen seien Stromleitungen abgerissen worden. (s. Artikelbild)

Es war einer der schwersten Anschläge in der Unruhe-Region im Nordkaukasus. Hier kämpfen islamistische Extremisten und Separatisten seit Jahren für die Loslösung von Moskau und für die Errichtung eines unabhängigen "Emirats". Dagestan ist islamisch geprägt und eine Nachbarprovinz Tschetscheniens, gegen das die Zentralregierung in Moskau seit dem Zerfall der Sowjetunion zwei Kriege geführt hat. 2012 starben in Dagestan mindestens 405 Menschen bei politisch motivierten Attentaten.

Anschlag in Moskau verhindert

In der Nähe der russischen Hauptstadt Moskau vereitelte der Inlandsgeheimdienst FSB nach eigenen Angaben einen Terroranschlag. Zwei der mutmaßlichen Attentäter seien bei einem Feuergefecht getötet, ein weiterer festgenommen worden, teilte das nationale Antiterror-Komitee mit. Die Männer sollen danach der Islamischen Bewegung Usbekistans angehören und in der Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan ausgebildet worden seien.

Der letzte terroristische Großanschlag in Moskau ereignete sich vor zwei Jahren. Damals waren bei einem Selbstmordanschlag am Flughafen 37 Menschen getötet worden.

gmf/GD (afp, dpa, rtr)