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Aktuell Nahost

Tote bei Anschlägen in Ägypten

Auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind bei Anschlägen zahlreiche Menschen getötet worden, vor allem Soldaten. Das Militär kämpft dort seit langem gegen Islamisten.

Nach Angaben aus Militärkreisen starben allein 25 Menschen bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag im Nordosten unweit der Grenze zum Gazastreifen. Dort seien zwei gepanzerte Fahrzeuge nahe einer Militäreinrichtung attackiert worden.

Sinai gilt als unkontrollierbar

Einige Sicherheitskräfte sprachen von einem Autobombenanschlag, auch von einem Granaten-Angriff war die Rede. Mehr als 25 weitere Menschen seien verletzt worden, einige von ihnen schwer. Nach Einschätzung von Ärzten dürfte die Zahl der Toten noch steigen. Die meisten Opfer waren den Angaben zufolge Soldaten.

Bei einem weiteren Anschlag starben drei Sicherheitskräfte. Sie wurden an einem Kontrollpunkt in der Stadt Al-Arisch von Unbekannten erschossen. Die beiden Anschläge gehören zu den schwersten seit dem Sturz des Präsidenten Mohammed Mursi von der islamistischen Muslimbruderschaft 2013. Präsident Abdel Fattah al-Sisi berief den nationalen Verteidigungsrat ein, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Die von vielen Beduinen bewohnte Halbinsel Sinai, die an Süd-Israel und den Gazastreifen grenzt, gilt in weiten Teilen als unkontrolliertes Rückzugsgebiet für radikalislamische militante Gruppen. Seit dem Sturz Mursis ist sie immer wieder Schauplatz von Anschlägen und Angriffen auf die Sicherheitskräfte. Hunderte Soldaten und Polizisten wurden dabei getötet.

pg/gri (dpa, afp, rtr)