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Afrika

Tote bei Überfall auf nigrische Grenzstation

Bei einem Angriff auf eine Grenzstation zwischen Mali und Niger sind mindestens fünf Grenzsoldaten getötet worden. Das berichten Sprecher der nigrischen Regierung. Angeblich steckt "El Kaida im Maghreb" hinter der Tat.

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Immer wieder Ziel von Angriffen: Nigrische Soldaten

Demnach fand der Angriff bereits am Dienstag (09.03.2010) an der Grenzstation Oualam 180 Kilometer nördlich der nigrischen Hauptstadt Niamey statt. Die Region gilt als Operationsbasis des nordafrikanischen Flügels der El Kaida aber auch der Tuaregrebellen. Eine Quelle aus malischen Sicherheitskreisen erklärte, dass hinter dem Angriff sehr wahrscheinlich Mitglieder der "El Kaida im Maghreb" stecken. Das Gebiet zwischen den beiden benachbarten Staaten gilt zudem als gefährlich, weil dort auch Menschen- und Waffenschmuggel häufig vorkommt.

Raketen und Maschinengewehre eingesetzt

Niger Regierung Salou Djibo Junta-Chef

Führt seit Februar die Junta in Niger: Salou Djibo (Bildmitte)

Bei dem Angriff am Dienstag hätten die Angreifer Raketen und Maschinengewehre eingesetzt, berichtete ein Mitarbeiter des nigrischen Sicherheitsdienstes gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Drei der Angreifer seien getötet worden. Der Rest sei mit einem Lastwagen der nigrischen Grenzsoldaten entkommen. Der Sprecher der nigrischen Regierung erklärte, dass Untersuchungen eingeleitet wurden. Es sei aber schon klar, dass die Angreifer lokale Komplizen gehabt hätten und über militärische Ausrüstung verfügten.

Ständige Attacken in der Region

Bereits im Januar waren sieben Soldaten und drei Zivilisten bei einem ähnlichen Angriff in der Region getötet worden. Im Dezember hatte eine bewaffnete Gruppe sechs Touristen aus Saudi-Arabien angegriffen und vier von ihnen getötet. Sicherheitsexperten erklärten, dass Bemühungen, die terroristischen Aktivitäten einzudämmen, durch einen Militärputsch im Februar in Niger und dem damit verbundenen Regierungsneuaufbau einen Rückschlag erlitten hätten. Auch würden wachsende Spannungen zwischen den Regierungen in der Region grenzübergreifende Aktionen gegen terroristische Gruppierungen erschweren.

Autor: Dirk Bathe (Reuters/AFP)

Redaktion: Katrin Ogunsade