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Aktuell Amerika

Tote am Rande von Polizisten-Streiks in Argentinien

In Folge andauernder Streiks der Polizei in weiten Teilen Argentiniens haben sich die gewaltsamen Plünderungen inzwischen über mehrere Provinzen ausgeweitet. Innerhalb einer Woche sterben zehn Menschen.

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In Argentinien brodelt es

Bei einer Plünderungswelle in mehreren argentinischen Provinzen sind sieben Menschen umgekommen. Vier von ihnen wurden in Resistencia, der Hauptstadt der nordöstlichen Provinz Chaco getötet, wie die Nachrichtenagentur DyN unter Berufung auf Quellen in den Krankenhäusern berichtete. Unter den Opfern befindet sich auch ein Polizeioffizier, der an einer Schusswunde starb.

Zwei weitere Menschen kamen bei Plünderungen in der nordwestlichen Provinz Tucumán um, wie die Zeitung "Clarín" in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Ein Todesopfer wurde aus der Ortschaft Perico in der benachbarten Provinz Jujuy gemeldet. Ein Jugendlicher wurde dort bei einer Plünderung in einem Bekleidungsgeschäft erstochen, berichtete die Zeitung "El Tribuno". Über hundert Menschen seien in Jujuy festgenommen worden.

Polizei fordert drastische Lohnerhöhung

Die Ausschreitungen halten in elf der 23 Provinzen des Landes an, nachdem die lokalen Polizeikräfte in den Streik getreten waren. Die Polizisten fordern eine drastische Lohnerhöhung, bleiben aus Protest in ihren Quartieren und rücken auch bei Notrufen nicht aus. Während es in einigen Provinzen bereits zu einer Einigung kam, ist die Situation in anderen weiter kritisch. Die Zentralregierung hat Gendarmerieeinheiten zur Beruhigung der Lage entsandt.

In Córdoba schätzte die lokale Handelskammer die Sachschäden der Plünderung von mehr als 1000 Geschäften in der mehr als 1,3 Millionen Einwohner zählenden Stadt auf 100 Millionen Pesos (etwa 12 Millionen Euro). Rund 200 Menschen waren dabei verletzt worden. In den darauffolgenden Tagen wurden 96 Menschen festgenommen, als sie versuchten, geplünderte Waren über das Internet zu verkaufen.

re/wl (dpa, epd, afp)

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