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Wirtschaft

Total-Chef: Unfalltod in Moskau

Der Chef des französischen Mineralölkonzerns Total, de Margerie, ist bei einem Flugzeugunfall in Moskau getötet worden. Mit ihm starben drei weitere Menschen.

Das Privatflugzeug vom Typ Dassault Falcon mit Total-Chef Christophe de Margerie an Bord, stieß auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo beim Start im dichten Nebel mit einem Schneepflug zusammen. Das französische Unternehmen zeigte sich "zutiefst bewegt und traurig" angesichts des Unfalltodes seines Spitzenmanagers.

Geringe Sicht und Nebel

Das Unglück ereignete sich den Angaben einer Flughafensprecherin am Montag kurz vor Mitternacht (Ortszeit). Die Sicht habe zum Unfallzeitpunkt 350 Meter betragen. Die "Falcon 50" brannte nach dem Zusammenprall mit dem Schneepflug nach russischen Agenturberichten völlig aus. Alle vier Insassen seien ums Leben gekommen, hieß es. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden war der Fahrer des Schneepflugs, der den Unfall unverletzt überstand, betrunken. De Margerie hatte offenbar an einer Regierungskonferenz in der Nähe von Moskau teilgenommen, auf der es um ausländische Investitionen ging. Seine Maschine sollte nach Paris fliegen.

Geschäfte mit Russland

Der 63-jährige de Margerie führte Total seit 2007 und wurde 2010 zudem Verwaltungsratschef der zweitgrößten französischen Firma nach Sanofi. Der Manager hielt an den Investitionen seines Konzerns in Russland trotz der Sanktionen des Westen wegen der Ukraine-Krise fest. So will der Energiekonzern mit dem Jamal-Projekt im Nordwesten Sibiriens große Mengen Erdgas fördern. De Margerie hatte erklärt, Europa könne nicht ohne russisches Gas leben - und dafür gebe es auch keinen Grund. Der Vater von drei Kindern gehörte mütterlicherseits zu den Nachkommen der mit Champagner und Luxushotels groß gewordenen Taittinger-Dynastie.

wl/qu (dpa, afp, rtr)