1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Torten-Anschlag auf AfD-Politikerin

Beatrix von Storch hat erst am 27. Mai Geburtstag. Trotzdem erhielt sie während einer Tagung mit AfD-Parteifeunden eine Torte - allerdings ins Gesicht.

Man fühlt sich in einen Stummfilm mit Stan Laurel und Oliver Hardy alias Dick und Doof versetzt, aber die Szene spielt in Kassel im Jahre 2016: Ein als Clown verkleideter Mann bewarf in einem Hotel der nordhessischen Stadt die AfD-Politikerin Beatrix von Storch mit einer Torte.

Wie der Sprecher der rechtspopulistischen Partei, Christian Lüth, mitteilte, betraten während einer nicht-öffentlichen Sitzung der Bundesprogrammkommission der "Alternative für Deutschland "zwei verkleidete Männer den Raum. Einer von ihnen sang "Happy Birthday". Dann warf er eine Sahnetorte auf die beiden stellvertretenden AfD-Vorsitzenden von Storch und Albrecht Glaser. Der zweite Mann habe die Aktion gefilmt.

Politiker riefen Polizei

Die rund 20 Teilnehmer der AfD-Veranstaltung stürzten sich sofort nach der Wurfattacke auf die Eindringlinge und riefen dann die Polizei. Von Storch, obwohl von oben bis unten mit Torte bekleckert, gab sogleich ein politisches Statement ab: "Wer keine Argumente hat, der reißt Plakate ab, verbrennt Autos oder stört Versammlungen mit Torten."

Von Storch ist Mitglied des Europäischen Parlaments und AfD-Landesvorsitzende in Berlin. Sie war jüngst - ebenso wie Parteichefin Frauke Petry - wegen Äußerungen über einen möglichen Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge an den deutschen Grenzen in die Kritik geraten. Von Storch relativierte ihre Äußerungen später.

Zu der Attacke bekannte sich das "Peng Collektive", eine Gruppe Berliner Aktionskünstler, die ein Video der Aktion mit dem Titel "Tortaler Krieg gegen die AfD" ins Netz stellte. Darin wird der Einsatz von Sahnetorten als "ultima ratio" bezeichnet. "Der Tortenwurf ist letztes Mittel am Grenzbaum zur Unmenschlichkeit und dringlichster Ausdruck direkter Demokratie."

wl/SC (dpa)