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Aktuell Europa

Torero bei Stierkampf in Spanien getötet

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten ist ein Matador bei einem Stierkampf in Spanien getötet worden. Der entsetzliche Tod des 29-Jährigen ereignete sich vor Zuschauern in der Arena von Teruel.

Víctor Barrio im Mai (Foto: dpa)

Víctor Barrio im Mai

Der Torero Víctor Barrio ist im Osten Spaniens bei einem Stierkampf ums Leben gekommen. Vor den entsetzten Augen der Zuschauer wurde der 29-Jährige in der Arena von Teruel von einem mehr als 500 Kilogramm schweren Stier aufgespießt und zu Boden geworfen, bevor Kollegen das Tier ablenken und weglocken konnten.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe berichtete, durchstach der Kampfstier dabei das Herz des Toreros. Der Stierkämpfer sei praktisch leblos in die Krankenstation der Arena gebracht worden. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.

Barrio galt als großes Talent. Sein Stierkampf-Debüt gab er 2008, seitdem trat er in allen Arenen des Landes auf. Ministerpräsident Mariano Rajoy kondolierte auf Twitter.

Nach Angaben spanischer Medien handelt es sich um den ersten Tod eines Matadors in der Arena seit mehr als 30 Jahren. Zuletzt waren in den Jahren 1984 und 1985 zwei Matadore in spanischen Arenen von Kampfstieren getötet worden. Im Jahr 1992 kamen zwei Banderilleros (Gehilfen des Matador de Toros) bei Stierkämpfen in Spanien zu Tode.

Stierkämpfe sind zunehmend umstritten. In der Region Katalonien im Nordosten Spaniens und auf den Kanaren sind Stierkämpfe verboten. Die linke Regionalregierung auf den Balearen will die "Corridas" auf Mallorca ebenfalls für illegal erklären lassen.

stu/haz (afp, dpa)

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