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Filme

"Tore schießen! Filme schießen!"

Anpfiff für das Kulturprogramm der WM-2006: Berlinale und FIFA präsentieren Kurzfilme zum Fußball. Nachwuchsregisseure zeigen, was Fußball in ihren Ländern bedeutet. Und welche Emotionen das runde Leder freisetzt.

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"Fußballer sind Schauspieler. Schauen Sie sich doch ein Spiel an." Franz Beckenbauer auf der Berlinale

"Warum lieben Sie Fußball? " fragte der Wettbewerb des Talent Campus der Berlinale. Aus über 600 Einsendungen aus aller Welt hat der Talent Campus 45 Filme ausgewählt. Am Dienstag (15.2.2005) wurden die Preisträger des Wettbewerbs "Shoot Goals! Shoot Films!" im Haus der Kulturen der Welt bekannt gegeben. Die Veranstaltung war zugleich Auftakt des Kulturprogramms des FIFA World Cup 2006.

"Lieben sie Fußball?"

Fußball bedeutet millionenschwere Sponsoren, Werbeverträge und Übertragungsrechte. Auch. Was Fußball rund um die Welt noch bedeutet, beschreibt die Auswahl der 45 Filme, Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilme. Der Großteil der Beiträge betrachtet nicht den Profisport, sondern die Welt der Amateure.

Talent Campus Shoot Goals! Shoot Movies! Berlinale 2005 Goethe

Szenenbild aus 'Goalie' von Robin Sander, Deutschland

In "Your Studies first" aus Benin, Afrika, verwandeln Kinder den staubigen Dorfplatz in ein Fußballfeld und jagen einem selbst gebastelten Ball hinterher. Auch der Beitrag "We love Football. Please stop the War" (Sri Lanka) zeigt Kinder beim Fußballspiel. Die Partie endet, wenn der Ball hinter ein Absperrband rollt und ein Schild zu lesen ist: Vorsicht Minen. Lebensgefahr!

Beeindruckend ist auch der Dokumentarfilm "Penalty" aus Kolumbien. Gefängniswärter lassen in einem Gefängnis die Insassen gegeneinander spielen. Die Wärter sitzen am Rand des Fußballfelds und betrachten das Spiel, das Gewehr liegt griffbereit am Boden. "Fußball reduziert Spannungen", erklärt ein Wächter.

Talent Campus Shoot Goals! Shoot Movies! Berlinale 2005 Kuh

Szenenbild aus 'Village Football' von Sainath Choudhury, Indien

Fußball lässt die Gefühle hochschlagen. Dies zeigt der Dokumentarfilm "Feelings" aus Deutschland. Er betrachtet das Gesicht eines weiblichen Fans, das während eines Fußballspiels zwischen Tränen und Hoffnung schwankt. Der experimentelle Kurzfilm "It's all in the Game" (Dänemark) retuschiert die Fußballspieler, der Ball bewegt sich wie von Geisterhand über das Spielfeld. Dass Fußball durchaus Frauensache sein kann, zeigt der Beitrag "Way to go" (Deutschland). In einem Videoclip stellt er ein weibliches Team vor, das mit dem Ball zu zaubern versteht.

Profiliga der Filmemacher

Die Wettbewerbsfilme werden in den Goethe-Instituten weltweit zu sehen sein. Aber auch in den deutschen Kinos sollen sie gezeigt werden - unter welchem Filmverleih, war am Dienstag noch unklar.

Berlinale Kurzfilmwettbewerb Fußball WM 2006 Franz Beckenbauer

Franz Beckenbauer und André Heller präsentieren ein Plakat des Kurzfilmwettbewerbs

Zur Eröffnung erschienen unter anderem Franz Beckenbauer, Innenminister Otto Schily, der Direktor der Berlinale Dieter Kosslick und der Leiter des Kulturprogramms der FIFA, André Heller. Franz Beckenbauer zeigte sich über die internationale Resonanz des Wettbewerbs erstaunt. "Ich habe nicht erwartet, dass dieses Thema schon ein Jahr vor der WM 2006 so greift", sagte Beckenbauer. Otto Schily erklärte, er sei stolz auf ein Kulturprogramm, das es im Fußball so noch nicht gegeben habe.

Für das Kulturprogramm des FIFA Worldcups 2006 soll noch dieses Jahr ein abendfüllender Spielfilm entstehen. Dieser Fußballfilm soll von den Profis des Films gedreht werden. Regiestars wie Kenneth Branagh, Emir Kusturica, Werner Herzog und Ulrich Seidl haben ihre Beteiligung zugesagt. Für den Episodenfilm wollen sie jeweils einen 15-minütigen Beitrag liefern.

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