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Weißes Haus

Topsenator: Donald Trump riskiert "Dritten Weltkrieg"

US-Präsident Trump hat einen Parteifreund zum neuen Twitter-Lieblingsgegner erkoren. Senator Corker hält seinen Staatschef für brandgefährlich und hält sich mit Äußerungen nicht zurück.

Donald Trump Treffen mit Militärführung (Reuters/Y.Gripas)

Tagesbetreuung für Erwachsene oder der mächtigste Mann der Welt mit Ratgebern?

Der einflussreiche republikanische Senator Bob Corker hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, er riskiere mit rücksichtslosen Drohungen gegen andere Länder, die USA "auf den Weg in den Dritten Weltkrieg" zu führen. Trump bereite ihm Sorgen wie jedem, "dem unser Land wichtig ist", sagte Corker in einem Interview mit der Zeitung "New York Times". In dem Interview beklagte Corker, Trump verhalte sich wie in seiner früheren TV-Show "The Apprentice". In der Show bemühten sich Kandidaten um einen gut dotierten Job in Trumps Firmenimperium. Der Senator widersprach zudem Gerüchten, Trump und sein Außenminister Rex Tillerson würden gegenüber Nordkorea gezielt als "Bad Cop" und "Good Cop", also böser Polizist und guter Polizist auftreten: "Das ist einfach unwahr". Trump habe mit seinen Tweets ersten Verhandlungsbemühungen seines Außenministers mit Nordkorea geschadet, so Corker. 

Bob Corker US Senator (picture-alliance/AP Photo/E. Schelzig)

Nimmt kein Blatt vor den Mund: Trumps "Parteifreund" Bob Corker

In einer außergewöhnlich offenen Fehde hatten sich Corker und Trump, die derselben Partei angehören, bereits zuvor einen Schlagabtausch über Twitter geliefert. Corker ist Vorsitzender des wichtigen Auswärtigen Ausschusses des Senats. Trump hatte in dem Kurznachrichtendienst Breitseiten gegen Corker abgefeuert, nachdem dieser mitgeteilt hatte, dass er bei der Kongresswahl im November 2018 nicht erneut kandidiere.

Corker schoss prompt zurück. "Es ist eine Schande, dass das Weiße Haus eine Tagesbetreuung für Erwachsene geworden ist", twitterte Corker. "Jemand hat offensichtlich heute Morgen seine Schicht versäumt."   

Trump hatte zuvor unter anderem getwittert, dass Corker darum "gebettelt" habe, dass er, Trump, sich für seine Wiederwahl stark mache. Das habe er aber abgelehnt und Corker habe daher auf eine erneute Kandidatur verzichtet und dies damit begründet, "dass er ohne meine Unterstützung nicht gewinnen kann". Er, Trump, habe auch "Nein, danke" zu Corkers Ersuchen gesagt, Außenminister zu werden.

Corker sei auch weitgehend für den "schrecklichen" Atomdeal mit dem Iran verantwortlich, so der Präsident weiter. Er bezog sich dabei auf die Multi-Staaten-Vereinbarung, die Teheran im Gegenzug zur Aufhebung internationaler Sanktionen zur Begrenzung seines Atomprogrammes verpflichtet.

Hintergrund für Trumps Attacken sind anscheinend Äußerungen Corkers in der vergangenen Woche. Da hatte der Senator angedeutet, dass Trump dringend beaufsichtigt werden müsse. Außenminister Rex Tillerson, Verteidigungsminister Jim Mattis und der Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, würden "unser Land vom Chaos bewahren". 

mas/stu (afp,dpa,rtr)

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