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Kultur

"Topographie des Terrors" wird neu ausgeschrieben

Der Bau des NS-Dokumentationszentrums "Topographie des Terrors" in Berlin wird neu ausgeschrieben. Der Entwurf des Schweizer Architekten Peter Zumthor sei vom Tisch, sagte Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) am Dienstag (25.5.2004). Wegen der weiteren drohenden Kostensteigerung übernehme der Bund die Federführung für das Projekt. Berlin bleibe aber zur Hälfte an der Finanzierung beteiligt. Eine Realisierung der anspruchsvollen Zumthor-Pläne würde den Kostenrahmen von 38,8 Millionen Euro sprengen, hieß es. Zumthor reagierte laut Zeitungsberichten überrascht und verärgert über das Aus für sein Projekt.

Zumthors Entwurf berge ein Kostenrisiko von mindestens drei bis fünf Millionen Euro, sagte Weiss. Darin enthalten seien aber nicht die Betriebskosten für den anspruchsvollen Bau. Dies gehe aus einer Machbarkeitsstudie hervor, deren Ergebnis am Dienstag von einer Expertenkommission des Bundes und des Landes Berlin vorgelegt worden sei. Ein Neubau werde günstiger als das Festhalten am Zumthor- Entwurf. Der erste Spatenstich soll nun in zwei Jahren erfolgen. Wiederum zwei Jahre später, 2008, soll das Zentrum eröffnet werden. Die Bauarbeiten im Zentrum Berlins waren nach drastischen Kostenüberschreitungen und dem Konkurs beteiligter Baufirmen schon vor Jahren eingestellt worden. Auf dem Gelände stehen nur drei nackte Treppentürme. "Wir können dieses Kapitel nicht unendlich lange weiterschreiben", begründete Weiss die Entscheidung.