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Fußball

Topclubs positionieren sich vor FIFA-Wahl

Bei der Generalversammlung der Vereinigung der europäischen Fußball-Topclubs ECA in Paris geht es auch um die Neuregelung der Funktionärswelt. FIFA-Präsidentschaftskandidat Gianni Infantino fliegt extra aus Ruanda ein.

Auf dem Gruppenbild nach der letzten Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees stand Karl-Heinz Rummenigge noch etwas einsam in der letzten Reihe. In der Hierarchie der Fußball-Funktionäre des Kontinents hat der Vorstandschef des FC Bayern München aber längst einen Spitzenplatz eingenommen. Bei der Generalversammlung der von Rummenigge geführten Vereinigung der europäischen Topclubs, European Club Association (ECA), am Dienstag in Paris wird der Machtgewinn der Vereine inmitten der Führungskrise bei FIFA und UEFA wieder einmal deutlich.

"Ich schließe es nicht aus, dass man in Zukunft eine europäische Liga gründet, in der die großen Teams aus Italien, Deutschland, England, Spanien und Frankreich spielen", sagte Rummenigge erst kürzlich. Solche Gedanken sind derzeit noch vor allem verbale Muskelspiele, um die Bedeutung der finanzstarken Vereine in Abgrenzung zu den Dachverbänden UEFA und FIFA klarzumachen, die die Champions League organisieren oder die Stars für die WM brauchen.

Hochkarätige Redner

Bei der Sitzung der 220 Vereine aus 53 Ländern im Hotel InterContinental Paris Le Grand geht es noch bis Mittwoch auch um Themen wie Ergebnisse aus den ECA-Arbeitsgruppen oder den UNESCO-Bericht zu Rassismus. Die Rednerliste verdeutlicht aber die Bedeutung der Top-Clubs. Die FIFA schickt den in der Krisenzeit in der Hierarchie aufgerückten Chefjuristen Marco Villiger, die UEFA gar ihren Generalsekretär Gianni Infantino. Der Italo-Schweizer unterbricht dafür auch seinen reiseintensiven Wahlkampf um das FIFA-Präsidentenamt und fliegt gut zwei Wochen vor dem FIFA-Wahlkongress am 26. Februar direkt aus Ruanda in Frankreich ein.

Im Vorjahr hatte Rummenigge mit der ECA der UEFA noch unter der Führung von Michel Platini nicht nur eine deutlich lukrativere Staffelung der Start- und Preisgelder für Champions und Europa League abgerungen, sondern auch zwei Plätze in deren Exekutivkomitee ausgehandelt. Seitdem nimmt der 60-Jährige auch an den Sitzungen des Führungsgremiums des kontinentalen Dachverbandes teil.

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