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Aktuell Europa

Top-Terrorist in Griechenland festgenommen

Eher zufällig hat die Polizei in Athen einen der gefährlichsten Terroristen gefasst. Zuvor hatte sich Nikos Maziotis mit Sicherheitskräften in der Innenstadt eine Schießerei geliefert. Zwei Touristen werden verletzt.

Im Zentrum der griechischen Hauptstadt haben Polizisten auf der Suche nach Kleinkriminellen umfangreiche Kontrollen vorgenommen. Ein Sicherheitsmann erkannte zufällig Maziotis und schlug Alarm. Der 42-Jährige gilt als einer der Anführer der linksgerichteten Terrororganisation "Revolutionärer Kampf".

Deutscher Tourist leicht verletzt

Bei der Festnahme in einer Einkaufsstraße Athens kam es dann zu einer Schießerei, bei der zwei Passanten und ein Polizist leicht verletzt wurden. Maziotis erlitt Verletzungen an der Schulter, die laut der behandelnden Ärzte ernst, aber nicht lebensbedrohlich sind (Artikelbild). Einer der verletzten Passanten ist laut griechischen Medien ein Tourist aus Deutschland, der andere stammt aus Australien.

Die Gruppe Revolutionärer Kampf verübte in der Vergangenheit diverse Anschläge in Griechenland, darunter auf die US-Botschaft 2007 in Athen und die Börse 2009. Maziotis soll auch am Angriff auf die Residenz des deutschen Botschafters in Athen am 30. Dezember 2013 beteiligt gewesen sein. Verletzt wurde damals niemand.

2012 war Maziotis nach 18 Monaten Untersuchungshaft bis zum Beginn seines Prozesses gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Daraufhin tauchte er unter. 2013 verurteilte ihn ein Gericht wegen terroristischer Aktivitäten in Abwesenheit zu 50 Jahren Gefängnis. Die Gruppe "Revolutionärer Kampf" steht auch auf der Terrorliste der Europäischen Union und der USA.

se/uh (ape, afpe, rtre, dpa)