1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport-News

Toni Kroos wechselt zu Real Madrid

Der Wechsel von Mittelfeldakteur Toni Kroos zu Real Madrid ist perfekt. Während die Königlichen den deutschen Weltmeister begrüßen, geben sich die Verantwortlichen von Bayern München gelassen.

Das weltberühmte weiße Trikot am Körper von Toni Kroos glänzte in der brütend heißen Sonne von Madrid, und sein sichtlich stolzer neuer Träger winkte freudestrahlend den jubelnden Real-Fans im Estadio Bernabeu zu. Für den Weltmeister ging nur vier Tage nach dem Triumph von Rio de Janeiro ein weiterer Traum in Erfüllung. Der 24 Jahre alte Nationalspieler wechselt sofort von Rekordmeister Bayern München zu Champions-League-Sieger Real Madrid. Für Kroos endete mit dem Wechsel eine wochenlange Hängepartie, die ihn auch während der Endrunde in Brasilien begleitet hatte.

"Ich wollte diesen Schritt unbedingt machen. Ich weiß, dass die Maxime bei Real ist, Titel zu gewinnen, aber das bin bereits gewohnt", sagte Kroos und richtete das Wort dann an seinen alten Arbeitgeber: "Ich danke auch Bayern München, dass sie mir entgegen gekommen sind." Immerhin 6000 Fans wollten den blonden Deutschen sehen. Zum Vergleich: Die Vorstellung von Weltfußballer Cristiano Ronaldo 2009 wollten 80.000 Real-Fans miterleben, bei Gareth Bale waren es 2013 immerhin noch 30.000 Anhänger.

Kroos und Khedira ein Team?

Toni Kroos wird bei der Vorstellung in Madrid bejubelt (Foto: JAVIER SORIANO/AFP/Getty Images)

Toni Kroos: Herzliche Begrüßung in Madrid

Real lässt sich den "Campeon del mundo", der noch bis 2015 an die Bayern gebunden war, 30 Millionen Euro kosten. Kroos erhält in Madrid einen Vertrag bis 2020 und soll künftig sechs Millionen Euro netto im Jahr verdienen. Ob er bei Real an der Seite von Nationalmannschaftskollege Sami Khedira im Mittelfeld spielen wird, ist indes offen. Khedira steht angeblich vor einem Wechsel zum FC Arsenal - für eine ähnliche Summe, wie sie Madrid für Kroos ausgab.

Kroos hatte zuvor eine Offerte der Bayern abgelehnt, seinen Vertrag zu leicht angehobenen Bezügen zu verlängern. Deshalb entschlossen sich die Münchner zu einem Verkauf, "weil wir den Spieler im nächsten Jahr nicht ablösefrei verlieren wollten", wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bereits am Dienstag betont hatte. "Diese finanzielle Sorgfaltspflicht haben wir gegenüber dem Klub", ergänzte Rummenigge. Den "Luxus", Kroos für eine weitere Saison zu behalten und danach zu verschenken, wollte sich der Rekordmeister "nicht erlauben".

ck/kd (sid, dpa)