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Kultur

Tomi Ungerer-Museum in Straßburg fürs Publikum eröffnet

Großer Andrang bei der Publikumseröffnung des Tomi-Ungerer-Museums am Freitag (2.11.2007) in Straßburg: Knapp 200 Menschen besichtigten in der für mehr als vier Millionen Euro renovierten Villa Greiner im Stadtzentrum bis zum Mittag die Zeichnungen, Plakate, Grafiken und Spielzeuge des 75-jährigen Autors und Karikaturisten. Besonderes Gedränge herrschte in der Boutique des Museums, wo Postkarten, Poster, Bücher und der Katalog der Ausstellung reißenden Absatz fanden, wie das Museum mitteilte. In den vergangenen Tagen hatte es bereits Museumsführungen für geladene Gäste gegeben.

Wegen eines Streiks der Straßburger Museumswärter am Freitag mussten die Öffnungszeiten beschränkt und Besucher abgewiesen werden. Bis zum 7. November ist der Eintritt frei. Auf 700 Quadratmetern sind 300 der rund 8000 Zeichnungen des Museums zu sehen, die alle drei Monate ausgewechselt werden. Der am 28. November 1931 in Straßburg geborene Uhrmachersohn gehört zu den wenigen Künstlern in Frankreich, die zu Lebzeiten ein eigenes Museum erhalten haben. Ungerer begann seine Karriere als Zeichner in New York, wo 1957 seine erstes Kinderbuch "The Mellops go flying" erschien. In den 1960er Jahren schuf er eines seiner berühmtesten Plakate "Black Power/White Power" als Manifest gegen die Rassentrennung. Zu Ungerers zahlreichen Auszeichnungen gehören das Bundesverdienstkreuz für sein deutsch-französisches Engagement und der Erich-Kästner-Preis.