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Toleranzpreis für Wagenbach

Der Berliner Verleger Klaus Wagenbach (76) erhält den diesjährigen "Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln". Wagenbach werde für sein Engagement für die italienische, französische, spanische und englische Kultur geehrt, teilte der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels am Dienstag in Wien mit. Er habe dazu beigetragen, «das Wissen und die Freude am Umgang mit den Nachbarn zu mehren», heißt es in der Jurybegründung. Die mit 7200 Euro dotierte Auszeichnung wird Wagenbach am 13. November im Wiener Rathaus überreicht.

Wagenbach gründete 1964 in Berlin seinen gleichnamigen Verlag. 2002 übergab er die Leitung an seine Frau und arbeitet selbst als Lektor. Er ist Herausgeber von Anthologien und Reihen wie "Kursbuch" oder "Freibeuter". Er wurde unter anderem mit dem italienischen Staatspreis und dem Großen Bundesverdienstkreuz der Republik Deutschland ausgezeichnet.

Die Auszeichnung des österreichischen Buchhandels wird seit 1990 an Autoren verliehen, die sich in ihrem Werk und durch ihr Engagement für Toleranz gegenüber den anderssprachigen und kulturell anders geprägten Nachbarn in herausragender Weise eingesetzt haben. Wagenbach ist der erste Verleger, der die Auszeichnung erhält. Unter den bisherigen Preisträgern waren der österreichische Psychotherapeut Viktor Frankl, der als "Nazi-Jäger" bekannte Simon Wiesenthal und die Autoren Milo Dor, Inge Merkel sowie im Vorjahr Barbara Frischmuth.

  • Datum 18.07.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8pEI
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