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Kultur

Toleranz-Preis für Christian Wulff

"Der Islam gehört zu Deutschland" – dieser Satz hat Christian Wulff den Respekt vieler Muslime eingebracht. Jetzt ehrte die evangelische Akademie Tutzing den früheren Bundespräsidenten – mit ihrem Toleranzpreis.

Wulff habe mit seiner berühmt gewordenen Aussage von 2010 ein wichtiges Thema für die Integration von Muslimen angestoßen, sagte der Juryvorsitzende und ehemalige bayerische Ministerpräsident, Günther Beckstein (CSU), bei der Preisverleihung am Donnerstagabend.

Wulff verwies in in seiner Dankesrede auf die aktuellen Entwicklungen im Irak und in Syrien. Die Terroristen des "Islamischen Staates" missbrauchten den Namen ihrer Religion. Das habe nichts mit den Millionen friedlicher Muslime zu tun. Wulff warb für ein tolerantes Miteinander der Religionen in Deutschland.

Auch Moscheen leeren sich

Den Moscheegemeinden in Deutschland droht nach Einschätzung des Islamwissenschaftlers Rauf Ceylan der gleiche Säkularisierungsprozess, wie ihn Kirchen bereits durchmachen. "Auch den Moscheen werden bald die Gläubigen wegbleiben", sagte Ceylan der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Wissenschaftler vom Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück sieht deutliche Anzeichen dafür, dass die Mitglieds- und Besucherzahlen in deutschen Moscheegemeinden künftig zurückgehen werden. Grund sei eine "Pluralität der Lebensstile" Schon jetzt klafften die Lebenswirklichkeit der Muslime, die in dritter oder vierter Generation in Deutschland leben, und die in Moscheen vertretene Religiosität auseinander.

sd/kk (dpa/epd/kna)

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