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Wissen & Umwelt

Todes-Algorithmus für "Game of Thrones"

In wenigen Tagen beginnt die 6. Staffel der Fantasy-Serie "Game of Thrones". Informatik-Studenten der TU-München haben jetzt berechnet, wer die nächsten Folgen wahrscheinlich nicht überleben wird.

Kaum hat man sich an einen Charakter gewöhnt, hat ihn im schlimmsten Fall lieb gewonnen, ist er schon wieder tot. Vergiftet, erdolcht, gelyncht. "Game of Thrones" ist irgendwie anders. Vermeintliche Hauptdarsteller und Schlüsselfiguren der TV-Serie, die auf den Büchern von George R. R. Martin beruht, überleben nicht lange.

Da wird nicht lange gefackelt, der Verschleiß an redlichen, gemeinen, mutigen und ängstlichen Charakteren ist dramatisch. Wer überlebt die nächste Folge, wer stirbt als nächstes und bleibt irgendjemand bis zum Ende übrig? Wenigstens Tyrion Lannister oder die "Mutter der Drachen", Daenerys Targaryen?

Dank mehr als 40 kreativer Informatik-Studenten der TU-München kommen wir den Antworten zumindest ein bisschen näher. Mit Hilfe eines von ihnen entwickelten Algorithmus wollen sie herausgefunden haben, wer als nächstes draufgeht in Westeros und Essos.

Ihre Ergebnisse haben die Studenten ins Netz gestellt.

Die Idee dazu hatte Guy Yachdav, natürlich Hardcore-Fan der Fantasy-Serie und Doktorand an der TU-München. Um einen der üblicherweise eher langweiligen Programmierkurse ein bisschen unterhaltsamer zu gestalten, entwickelte er gemeinsam mit seinen Kommilitonen Anwendungen, um das Internet nach allen verfügbaren Daten zu "Game of Thrones" zu durchforsten und zu analysieren.

Damit soll die Wahrscheinlichkeit abgeleitet werden können, welcher der Serien-Charaktere voraussichtlich als nächstes sterben wird.

Und das kam unter anderem heraus:

Wenn die Mutter schon tot ist, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Charakter selbst stirbt.

Männer sind gefährdeter als Frauen.

Im Alter zwischen 20 und 40 ist die Wahrscheinlichkeit am größten, ermordet zu werden.

Prinz Tommen Baratheon hat eine Sterbewahrscheinlichkeit von 97 Prozent.

Drachenlady Daenerys Targaryen hat eine Sterbewahrscheinlichkeit von 95 Prozent.

Die Sterbewahrscheinlichkeit für den beliebten Jon Snow, der zum Ende der fünften Staffel tot schien, liegt bei nur 11 Prozent.

Ob das jetzt alles so kommen wird oder nicht, werden wir bald erfahren. Jedenfalls versichern die Münchener Studenten, dass ihr Algorithmus auf 74 Prozent aller bisherigen Todesfälle in der Serie zutrifft. Diese schon ganz beachtliche Trefferwahrscheinlichkeit soll weiter verbessert werden. Zeit dafür haben die Studenten, ein paar Staffeln von "Game of Thrones" sind noch geplant.

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