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Das Bandtagebuch - EINSHOCH6

Tobias Baum

Tobi ist einer der zwei Rapper der Band EINSHOCH6. Seine Vorbilder sind Menschen, die ihn motivieren, inspirieren und gut drauf sind. An München gefallen ihm besonders der gemütliche Flair und die Sauberkeit.

Name:
Tobias Baum

Geburtsjahr und Geburtsort:
1982 in München

Mit wie viel Jahren hast du angefangen, Musik zu machen?
Ich habe mit ungefähr sechs Jahren angefangen, Klavier zu spielen. Mein Vater spielt auch Klavier. Ich bin quasi auf der Bühne bzw. hinter der Bühne groß geworden, weil mein Dad auch eine Band hatte und Berufsmusiker war. Ich war in jedem Studio und bei allen Live-Konzerten dabei.

Wer ist dein Vorbild?
Mein Vorbild ist eigentlich jeden Tag ein anderer, aber immer Leute, die mich motivieren, inspirieren und gut drauf sind.

Was findest du an EINSHOCH6 am spannendsten?
Am spannendsten finde ich die Vielfalt der Charaktere, der Musik und der Auftrittsmöglichkeiten, die man hat, weil es, was ich erst jetzt nach vielen Jahren gemerkt habe, eine komplett eigenes Genre ist. Man eckt damit bei manchen Leuten auch an, aber man hat wahnsinnig viel Spielraum als Künstler, sich auszutoben und auszuleben.

Wie waren für dich die Dreharbeiten zum Bandtagebuch?
Beim Bandtagebuch habe ich gelernt, etwas professioneller mit einem großen Team umzugehen und nicht immer nur drauf loszualbern, wobei das auch sehr schön war, dass man auch Spaß haben konnte und ein bisschen albern sein durfte, ohne Ärger zu bekommen. Ich habe gelernt, spontan mit der Kamera zu agieren und kurz und knapp das zu erfüllen, was ein Regisseur verlangt.

Was tust du gegen Lampenfieber?
Gegen Lampenfieber trinke ich ein Bierchen. Das Problem ist, dass ich oft zu wenig Lampenfieber habe. Das ist eigentlich noch viel schlimmer, weil man dann nicht so gut bei der Sache ist. Dann lasse ich mich lieber von meinen Bandkollegen nervös machen.

Was ist bei dir schon mal auf der Bühne richtig schiefgegangen?
Texthänger, Blackouts, bei sehr wichtigen ruhigen Passagen, und dann wird dir schon fast schwarz vor Augen und man hat das Gefühl, dass alle Leute einen gleich ausbuhen. Aber das fällt einem nur selbst auf, die meisten Leute merken das gar nicht. Wenn das passiert, versuche ich, nicht zu weinen.

Was ist die größte Herausforderung für dich als Musiker?
Die größte Herausforderung als Musiker ist es, endlich auch mal zufrieden zu sein mit dem, was man kann und hat, und es mehr genießen zu können als immer noch mehr zu wollen.

Was ist für dich Erfolg?
Erfolg ist für mich seelische Reife und geistige Zufriedenheit.

Was wärst du geworden, wenn du nicht Musiker geworden wärst?
Das ist eine gute Frage. Entweder wäre ich Schauspieler geworden, also, irgendwas mit Kunst wäre schön gewesen, und sonst ist es ganz schwer zu sagen. Wäre ich vielleicht arbeitslos!? Weiß ich nicht!

Was würdest du gerne noch können?
Ich würde gerne noch besser mit Menschen umgehen können und ein bisschen allumfassender denken und nicht zu sehr auf mich fixiert sein.

Was magst du am liebsten an München?
An München mag ich am liebsten das gemütliche Flair. Und ich mag auch komischerweise die spießige Sauberkeit. Also, es ist hier alles sehr ruhig und unstressig und ungefährlich. Es ist wie eine riesige Spielwiese, wo man das Kind alleine herumlaufen lassen darf.

Sprichst du Bairisch? Was ist dein bairisches Lieblingswort?
Ich spreche Münchner Bairisch, aber nicht fließend. Jeder Münchner kann so ein bisschen den Akzent nachahmen. Meine Lieblingsworte sind „griaß di“ und „servus“.

Welche Fremdsprache sprichst du und womit hattest du beim Lernen die größte Schwierigkeit?
Ich spreche mehr oder weniger gut Englisch und ein bisschen Italienisch, da ich halb Italiener bin – leider nicht fließend, aber ich kann eine Menge verstehen. Und ich habe mal versucht, Französisch zu lernen, weil ich mich in eine französische Schauspielerin verguckt habe. Und dann habe ich gedacht, jetzt lern ich Französisch, das ist ja eine total schöne Sprache, und habe nach einer halben Stunde aufgehört, weil ich gemerkt habe, dass es mit der Grammatik keinen Spaß macht. Grammatik macht mir zu schaffen.

Mit welcher Berühmtheit würdest du dich gerne mal unterhalten und warum?
Den Dalai Lama würde ich sehr gerne treffen und mich von seiner geistigen Inspiration leiten lassen und ihm einfach zuhören und gucken, was in mir passiert, weil er bestimmt ein sehr starker Mensch ist. Er schafft es, durch wenige Worte und ein paar simple, einfache Sachen und Taten die Menschen positiv zu verändern.

Hast du schon mal etwas gekauft und es danach bereut?
Ja, eigentlich alles, was von Apple ist, bereue ich und frage mich, warum ich mir dann doch das iPhone gekauft habe, warum ich mir doch das iPad gekauft habe. Ich merke dann immer, dass ich das eigentlich nicht brauche und mich dann doch von dem Konsum verleiten lasse und viel zu viel Geld dafür ausgebe.

Wovor hast du Angst?
Angst habe ich vor Unsicherheit. Ich habe hier und da Existenzängste, da ich Freiberufler bin und weil es natürlich krass ist, zu versuchen, mit Musik Geld zu verdienen. Aber es gibt genug Standbeine, die mir Sicherheit geben. Eigentlich habe ich am meisten Angst vor der Angst, weil Angst ein ekliges Gefühl ist.

Was machst du im Sommer am liebsten?
Im Sommer gehe ich am liebsten hier in München an die Isar. Ich grille gerne und bin draußen mit Freunden. Wir haben Spaß, essen und trinken und verbringen einfach die Abende draußen.

Was machst du am liebsten am Wochenende?
Am Wochenende spiele ich am liebsten Konzerte oder treffe mich mit Leuten und habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich mal etwas länger unterwegs bin.