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French Open

Titelverteidiger Djokovic und Muguruza weiter

Bei den French Open löst Titelverteidiger Novak Djokovic seine Auftakt-Aufgabe souverän. Auch Vorjahressiegerin Garbine Muguruza hat keine Mühe. Bei den Deutschen sorgt nur Carina Witthöft für positive Nachrichten.

Novak Djokovic hat seine Mission Titelverteidigung bei den French Open mit einem lockeren Auftaktsieg begonnen und damit seinem neuen Trainer Andre Agassi einen guten Einstand beschert. Der an Position zwei gesetzte Djokovic gab sich beim 6:3, 6:4, 6:2 gegen den Spanier Marcel Granollers keine Blöße. Nach 2:27 Stunden verwandelte der 30-jährige Serbe gleich seinen ersten Matchball. Mit einem weiteren Triumph in der französischen Metropole könnte Djokovic der erste Spieler in der Geschichte des Profitennis (seit 1968) werden, der jedes Grand-Slam-Turnier mindestens zweimal gewonnen hat.

Djokovics Trainer Andre Agassi. Foto: dpa-pa

Trainer Andre Agassi

Andre Agassi, der Ehemann von Steffi Graf, saß während der Partie entspannt in der Djokovic-Box. Am vergangenen Donnerstag hatte der 47 Jahre alte US-Amerikaner erstmals mit Djokovic trainiert. Die Zusammenarbeit ist zunächst nur auf die French Open begrenzt. "Dort werden wir herausfinden, in welche Richtung es geht", sagte der 12-malige Grand-Slam-Turniersieger Djokovic, der Anfang Mai überraschend fast sein gesamtes Betreuerteam entlassen hatte. "Ich brauchte eine neue Inspiration. Und Andre ist ein Champion." 

Muguruza gewinnt Duell der French-Open-Siegerinnen

Auch Garbine Muguruza startete als Titelverteidigerin souverän ins Turnier. Die an Position vier gesetzte Spanierin besiegte in ihrem Auftaktmatch die ehemalige Paris-Gewinnerin Francesca Schiavone aus Italien mit 6:2 und 6:4. Nach 1:33 Stunden nutzte die 23-jährige Muguruza, die im vergangenen Jahr im Finale von Roland Garros Serena Williams (USA) bezwungen hatte, ihren vierten Matchball.

Garbine Muguruza bejubelt Punktgewinn. Foto: dpa-pa

Entschlossen und souverän in die zweite Runde: die Spanierin Garbine Muguruza

Die inzwischen 36-jährige Schiavone hatte den Titel am Bois de Boulogne 2010 gewonnen und im Jahr danach noch einmal im Endspiel des bedeutendsten Sandplatzturniers gestanden. "Ich konnte es nicht glauben, dass in der ersten Runde gleich zwei ehemalige Champions dieses Turniers gegeneinanderspielen. Francesca ist eine Legende", sagte Muguruza, die sich zuletzt mit Nackenproblemen plagte.

Mischa Zverev raus, Kerber abgereist

Die Pleitenserie der deutschen Tennisprofis in Paris ging derweil weiter: Auch auch Mischa Zverev erwischte gleich in der ersten Runde. Der Davis-Cup-Profi musste sich dem Italiener Stefano Napolitano mit 6:4, 5:7, 2:6, 2:6 geschlagen geben. Der ältere Bruder von Alexander Zverev hatte noch am Samstag beim Turnier in Genf im Finale gestanden und dort nur ganz knapp gegen den Schweizer Stan Wawrinka verloren. Sein Erstrundenmatch gegen den Spanier Fernando Verdasco musste am Montagabend beim Stand von 4:6 und 6:3 aus Sicht von Zverev wegen Dunkelheit und Regen abgebrochen.  

Frankreich Angelique Kerber verliert gegen Ekaterina Makarova auf den French Open (picture alliance/dpa/AP Photo/P. D. Josek)

Angelique Kerber ist seit Monaten im Formtief

Unterdessen ist Angelique Kerber nach ihrem bitteren Erstrunden-Aus bereits aus Paris abgereist. Am Montagmorgen flog Kerber in ihre Wahlheimat Polen und ließ den Ort der nächsten großen Enttäuschung hinter sich. In den kommenden Tagen will die Weltranglisten-Erste in Ruhe überlegen und analysieren, wie sie sich für den weiteren Verlauf einer bislang völlig verkorksten Saison aufstellen will. Unmittelbar nach dem 2:6, 2:6 gegen die Russin Jekaterina Makarowa hatte Kerber erklärt, dass sie die kommenden Tage nutzen wolle, um über die weitere Zukunft nachzudenken. "Irgendetwas wird sich auf jeden Fall ändern müssen", hatte Kerber gesagt. 

Zudem ist auch Andrea Petkovic zum ersten Mal in der Auftaktrunde der French Open ausgeschieden. Die Weltranglisten-79. verlor in 1:51 Stunden mit 4:6, 6:3 und 3:6 gegen die höher eingestufte Varvara Lepchenko aus den USA. Nach einem starken zweiten Satz konnte Petkovic ein frühes Break im dritten Satz nicht zu ihren Gunsten nutzen. Damit sind bereits fünf der 13 im Hauptfeld gestarteten deutschen Tennisprofis an ihrer Auftakthürde gescheitert. Für positive Schlagzeilen sorgte Carina Witthöft, die als erste Deutsche die zweite Runde erreicht hat. Sie setzte sich gegen die an Nummer 25 gesetzte Amerikanerin Lauren Davis mit 2:6, 6:3 und 6:3 durch. Die Fed-Cup-Spielerin benötigte 1:53 Stunden für ihren Erfolg.

to/asz (sid, dpa)

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