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Aktuell Kultur

"Titanic"-Komponist mit Flugzeug abgestürzt

Er schrieb die Musik zu den erfolgreichsten Hollywood-Streifen. Für "Titanic" erhielt er zwei Oscars. Nun kam James Horner Medienberichten zufolge bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Mit "My Heart Will Go On" eroberte er die Herzen vieler Filmfans für immer. James Horner erfand die Musik zum Melodram Nummer eins, "Titanic" - aber auch für jene Hollywood-Produktion, die den bekanntesten Untergang der Schifffahrtsgeschichte von der Spitze der erfolgreichsten Filme verdrängte: "Avatar".

Als die Meldung eintraf, das Privatflugzeug des US-Filmkomponisten James Horner sei in Kalifornien abgestürzt und der Pilot ums Leben gekommen, blieb wenig Raum für Hoffnung. Horners Anwalt, Jay Cooper, sagte kurz darauf der Zeitung "Los Angeles Times", niemand habe seit dem Absturz von dem 61-Jährigen gehört.

"Mein Herz fühlt den Schmerz"

Horners Assistentin Sylvia Patrycja schrieb auf ihrer Facebookseite: "Er starb, als er tat, was er liebte." Viele Fans und Kollegen trauern im Internet. Schauspieler und Filmregisseur Ron Howard, der bei sieben Filmen mit Horner zusammenarbeitete, schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: "Mein Herz fühlt den Schmerz mit seinen Hinterbliebenen."

Erst mühsam überredet

Für "Titanic" konnte Horner, der Sohn eines österreichischen Einwanderers, zwei Oscars entgegennehmen: für den kompletten Soundtrack und für den Titelsong. Interpretin Céline Dion, die mit "My Heart Will Go On" auch ihren erfolgreichsten Single-Hit hatte, musste zu diesem Lied erst mühsam überredet werden.

Weitere zehn Mal wurde Horner für den Oscar nominiert, darunter für die Filmmusik zu "Apollo 13", "Braveheart" und "Avatar". Da dachte kaum noch jemand daran, dass er in seinen Anfängen den Sound zu diversen B-Movies schreiben musste, um sich über Wasser zu halten.

Doch auch zuletzt musste er noch kämpfen. Denn Kritiker hielten ihm immer wieder vor, er kopiere musikalische Passagen der Klassiker. Der mehrfache Golden-Globe- und Grammy-Gewinner konterte die Plagiatsvorwürfe gelassen: "E-Musik ist eine wundervolle Welt, aus der ich mich bediene."

jj/mak (dpa, afp, rtr)

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