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Europa

Timoschenko droht weitere Anklage

Nach Amtsmissbrauch und Steuerhinterziehung droht der ukrainischen Oppositionsführerin Timoschenko nun eine dritte Anklage – wegen Auftragsmordes.

Der ehemaligen ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko steht ein weiterer Strafprozess bevor. Sie muss sich wegen Beihilfe zum Mord an einem Parlamentsabgeordneten vor 16 Jahren verantworten. Timoschenko soll das Attentat auf den Geschäftsrivalen Jewgeni Schtscherban und dessen Frau in Auftrag gegeben haben. Die Konkurrenten mischten damals im lukrativen Gasgeschäft mit.

Die Anklage zur der Bluttat sei fertig, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt der russischen Zeitung "Segodnja“. Sobald die kranke Oppositionsführerin von Medizinern für verhandlungsfähig erklärt wird, könne das Verfahren beginnen. 2002 wurden mehrere Täter verurteilt, die Drahtzieher sind aber weiterhin unbekannt.

Timoschenko: Alles absurd

Im Juni hatte der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch angedeutet, dass seine Erzrivalin in den Mord von 1996 verwickelt sein könnte. Die 51-jährige Politikerin wird zudem der gefährlichen Körperverletzung an einem Wachmann beschuldigt. Ihr Anwalt weißt die Vorwürfe als "absurd“ zurück. Laut Timonschenko sind die Anschuldigungen politisch motiviert.

Wie erwartet strich die Wahlkommission die Spitzenkandidatin der Opposition von der Kandidatenliste der Parlamentswahl am 28. Oktober. Gefängnisinsassen dürfen nach dem Gesetz nicht an Wahlen teilnehmen. Timoschenko war 2011 in einem umstrittenen Prozess wegen Amtsmissbrauch zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Weitere zwölf Jahre drohen ihr wegen Steuerhinterziehung.

lg/re (dpa)