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"Time"- Magazin

"Time"-Magazin kürt Trump zur "Person des Jahres"

Der designierte US-Präsident ist für das "Time"-Magazin die "Person des Jahres" 2016. Donald Trump sprach in einer ersten Reaktion von einer großen Ehre.

Der designierte US-Präsident habe den größten Einfluss auf die Ereignisse 2016 gehabt, begründete die "Time"-Redaktion ihre Wahl. Chefredakteurin Nancy Gibbs formulierte mit Blick auf den Wahlkampf des Immobilienmoguls, Trump bekomme den Titel dafür, dass er daran erinnert habe, "dass sich Demagogie aus Verzweiflung nährt, und dass die Wahrheit nur so mächtig ist wie das Vertrauen in jene, die sie aussprechen". Trump habe es geschafft, "einer verborgenen Wählerschaft Macht zu verschaffen, indem er ihren Zorn in den Mainstream überführt" habe.

Im vergangenen Jahr rangierte der Immobilienmilliardär in der Rangliste der Zeitschrift noch auf Platz drei, vor ihm lag der selbst ernannte Kalif der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS), Abu Bakr al-Bagdadi. Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde 2015 von der "Time"-Redaktion als erste Frau seit fast 30 Jahren zur "Person des Jahres" gekürt.

Über die Wahl im vergangenen Jahr hatte Trump sich noch bitter beschwert. "Ich habe Euch gesagt, dass mich das "Time"-Magazin nie zur Persönlichkeit des Jahres ernennen würde, obwohl ich der große Favorit war", schrieb er 2015 bei Twitter. Stattdessen habe die Redaktion jene Politikerin ausgewählt, "die Deutschland ruiniert".

In diesem Jahr standen auf der Auswahlliste unter anderen die US-amerikanische Turnerin Simone Biles, die Sängerin Beyonce und Hillary Clinton. Auch hier musste sich die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten Trump geschlagen geben. Sie landete auf Platz Zwei.

Das US-Magazin "Time" kürt seit 1927 die Persönlichkeit, die in den Augen der Redaktion das Weltgeschehen des Jahres besonders beeinflusst hat. Nicht immer ist die Auszeichnung "Person of the Year" positiv gemeint. Unter den in der Vergangenheit Gewürdigten waren hochangesehene Persönlichkeiten, aber auch äußerst umstrittene. Adolf Hitler gehörte genauso dazu wie Königin Elizabeth II. oder Nelson Mandela. 

qu/rb (rtr, dpa, ape, afp)

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