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Kunst

Tim weint: Karikaturen zeigen den Schock über die Anschläge von Brüssel

Mal makaber, mal melancholisch: Unter #JeSuisBruxelles drücken User mit Kunst ihren Schock über die Terrorattacken von Brüssel aus und wehren sich mit dem Stift in der Hand.

Die Bilder aus Paris sind noch nicht verarbeitet, da folgt schon der nächste Anschlag - diesmal auf die europäische Hauptstadt Brüssel. Das Gefühl, mit der Trauerarbeit nicht mehr hinterherzukommen, zeigt sich in vielen der Karikaturen, die derzeit auf Twitter und anderen Socialmedia-Plattformen kursieren.

Ein weinendes Männchen in der französischen Nationalflagge umarmt seinen Leidensgenossen in den Farben Belgiens - so drückte der französische Karikaturist Plantu schon früh sein Mitgefühl für die Nachbarstadt aus.

Jean Plantureux, der sich hinter dem Künstlernamen Plantu versteckt, ist einer der bekanntesten politischen Karikaturisten Frankreichs. Er zeichnet für Le Monde.

Angesichts der aktuellen Ereignisse melden sich aber auch gänzlich unbekannte Künstler mit dem Stift in der Hand - weltweit: Eines der immer wieder verwendeten Motive ist der berühmte Tintin, in Deutschland bekannt als Tim aus "Tim und Struppi", dem belgischen Comic schlechthin. Er weint:

Ebenso wie sein Hund Struppi:

Auch bissig makabre Karikaturen kursieren bereits im Netz - ganz im Stile des schwarzen Humors nach den Attacken auf die Zeichner des Satiremagazins "Charlie Hebdo":

Sich mit dem Stift in der Hand gegen den Terror wehren, das ist auch die Idee der Zeichnungen, die sich eines von Brüssels Wahrzeichen, den "Manneken Pis" (eine pinkelnde Brunnenfigur) zum Helden erkoren haben.

Die Figur pinkelt natürlich - wie könnte es anders sein - auf die Terroristen und ruft: "Nimm das! Ein Geschenk aus Belgien!" Darunter schreibt Zeichner Nawak noch: "Unterstützung den belgischen Freunden!" Im Interview mit der DW erklärt der französische Karikaturist, dass er ein bisschen Humor in diesen schrecklichen Tag hineinbringen wollte: "Für mich ist es wichtig, dass wir weiterhin lachen, - auf Kosten derjenigen, die wollen, dass wir damit aufhören!"

Und ihre Waffen:

Zum Entsetzen und zur Trauer mischt sich schon jetzt - während die Hintergründe der Anschläge noch nicht vollständig geklärt sind - die Wut.

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