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Golf

Tiger Woods ist zurück

Nach über 15 Monaten Wettkampfpause gibt Golfstar Tiger Woods bei seinem eigenen Turnier auf den Bahamas sein Comeback. Die Konkurrenz traut dem früheren Überflieger noch immer viel zu.

"Ich bin noch nicht tot", sagte Tiger Woods in einem Interview mit dem Sender ESPN. "Schreibt mich nicht ab, ich bin bereit." Nach 467 Tagen gibt der 40 Jahre alte Golf-Superstar aus den USA sein Comeback: beim Turnier seiner eigenen Stiftung in Nassau auf den Bahamas. Zuletzt hatte Woods am 23. August 2015 in Greensboro abgeschlagen und war dort Zehnter geworden. Danach folgte die längste Zwangspause in Woods' Karriere. In dieser Zeit wurde er bereits zum zweiten Mal nach 2014 am Rücken operiert. Die langen Monate des Leidens hat Woods nach eigenen Worten hinter sich gelassen. "Die Situation jetzt ist viel besser als im vergangenen Jahr", sagte Woods. Damals sei er ohne Hilfe kaum aus dem Bett gekommen. "Es war eine harte, harte Zeit", so Woods. Sogar an einen kompletten Rückzug aus dem Golfsport habe er gedacht. "Zu dem Zeitpunkt war es realistisch."

"Ich bin nervös"

Doch Woods entschied sich, an seinem Comeback zu arbeiten, zur Freude von Fans und Kollegen. "Wir sind total happy, dass er wieder spielt", sagte Bubba Watson, der das Einladungsturnier auf den Bahamas im vergangenen Jahr gewonnen hatte. Der Respekt vor Woods, der 683 Wochen die Nummer eins der Golf-Welt war, inzwischen aber nur noch auf Ranglisten-Position 898 notiert wird, ist nach wie vor riesig - nicht nur bei Watson: "Hey, das hier ist Tiger Woods, und er kann das Turnier gewinnen." Genau das hat sich Woods auch vorgenommen. "Ich bin nervös", räumte er ein, sah darin aber ein eher positives Zeichen: "Diese Energie umzuwandeln in Aggressivität, Fokus und Konzentration, das ist gut."

Tiger Woods beim Training für das Turnier auf den Bahamas. Foto: dpa-pa

Kann Tiger Woods schmerzfrei spielen und wieder zu alter Klasse zurückfinden?

Erlesenes Feld

14 Major- und 79 Siege auf der PGA-Tour hat Tiger Woods bisher eingespielt. Der letzte Triumph bei einem Major liegt aber schon weit zurück: 2008 gewann er die US Open. Seinen letzten Sieg auf der US-Tour feierte er 2013. Danach begann seine lange Leidenszeit. Die Jahre des harten Trainings haben Spuren hinterlassen. Woods' Körper ist geschunden. Schon als Kind wurde er von seinem Vater Earl, einem Vietnam-Veteranen, mit militärischem Drill auf Erfolg getrimmt. Millionen von Bällen hat er im Laufe seines Lebens schon über die Golfplätze und Driving Ranges geprügelt.

Zum Turnier auf den Bahamas hat Woods 17 Top-Spieler eingeladen. Die US-Stars Dustin Johnson und Jordan Spieth sind ebenso am Start wie die drei Medaillengewinner der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro, Justin Rose (England), Henrik Stenson (Schweden) und Matt Kuchar (USA). Ein Teilnehmerfeld ganz nach dem Geschmack des Gastgebers: "Je größer die Bühne ist, desto mehr Spaß für mich."

Problem sitzt zwischen den Ohren

Golf-Legende Jack Nicklaus traut Woods ein furioses Comeback zu. "Ich habe immer gesagt, dass er bei seinem Talent mindestens noch zehn gute Jahre vor sich hat, wenn die Gesundheit mitspielt, Kein Rekord ist sicher", sagte der 76-Jährige über seinen Landsmann, sieht jedoch ein mögliches Problem bei Woods: "Das sind wahrscheinlich die paar Zentimeter zwischen seinen Ohren, mit denen er Probleme hat. Da muss er den Schalter umlegen und herausfinden, was geht. Er hat die physischen und mentalen Fähigkeiten dazu, aber er muss auf den Platz gehen und es machen. Ich wünsche ihm Glück."

sn/asz (dpa, sid)

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