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Politik

Tickende Zeitbomben im Visier

In seiner ersten Rede zur Lage der Nation hat US-Präsident George W. Bush angekündigt, den Terrorismus weiterhin entschlossen zu bekämpfen. Zugleich sprach er eine deutliche Warnung an Nordkorea, Iran und Irak aus.

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Hohe Zustimmungsraten für Präsident Bush

Der Krieg gegen den Terrorismus sei noch lange nicht beendet, sagte Bush am Dienstagabend unter dem jubelnden Beifall der Abgeordneten beider Häuser des Kongresses in Washington. "Was wir in Afghanistan angetroffen haben, bestätigt, dass unser Krieg gegen den Terror weit entfernt davon ist, dort zu enden, er hat erst angefangen." In seiner Rede viereinhalb Monate nach den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon, sagte Bush, falls Regierungen anderer Länder aus Furcht vor dem Terror nicht handelten, dann würden es die Vereinigten Staaten tun.

Tickende Zeitbomben

Nach den Worten von Bush besteht weiterhin die Gefahr terroristischer Anschläge. Trotz des militärischen Erfolgs gegen die Taliban und El Kaida befänden sich Tausende in afghanischen Lagern ausgebildete Terroristen auf freiem Fuß, sagte er im Beisein des Chefs der afghanischen Übergangsregierung, Hamid Karsai, der als Ehrengast auf der Tribüne saß. Bush nannte die Terroristen "tickende Zeitbomben" und verwies auf weiterhin bestehende terroristische Ausbildungsstätten in mindestens einem Dutzend anderer Länder.

Achse des Bösen

In seiner rund 45-minütigen Rede bezeichnete Bush Staaten wie Irak, Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen", die den Weltfrieden bedrohe. "Die USA werden es den gefährlichsten Regimen der Welt nicht erlauben, uns mit den zerstörerischsten Waffen der Welt zu bedrohen", sagte er. Irak arbeite seit mehr als einem Jahrzehnt an der Entwicklung chemischer und atomarer Waffen und weigere sich UN-Inspektoren zu Kontrollen ins Land zu lassen. Dies verdeutliche, dass Irak etwas zu verbergen habe, beonte Bush.

Schwache Wirtschaft

Als innenpolitische Ziele seiner Amtszeit nannte Bush den Ausbau einer wirksamen Heimatverteidigung und den Kampf gegen die wirtschaftliche Schwäche und Arbeitslosigkeit. "Wenn Amerika arbeitet, geht es Amerika gut. Daher kann mein wirtschaftlicher Sicherheitsplan mit einem Wort zusammengefasst werden: Jobs", unterstrich er.

Hohe Zustimmungswerte

Die Ansprache Bushs wurde rund 70 Mal durch Beifall und "Standing Ovations" unterbrochen. Nach mehreren am Dienstag veröffentlichten Umfrage-Ergebnissen erfreut sich Bush so hoher Sympathiewerte in der US-Bevölkerung wie kein anderer Präsident zuvor in der modernen Geschichte. 83 Prozent der Befragten äußerten in einer "Washington Post"/ABC-Befragung Zustimmung zu seiner Amtsführung.

Die Rede zur Lage der Nation des US-Präsidenten findet traditionell vor beiden Häusern des Kongresses statt. In ihr blickt der amerikanische Präsident auf seine bisherige Amtszeit zurück und legt die Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit vor. (mik)

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  • Datum 30.01.2002
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